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Lennestadt, 30. Juni 2017

Zukunftsfähige Unternehmenskultur bescheinigt

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zeichnet Stadtverwaltung Lennestadt aus

Auszeichnung in Berlin: (v.l.) Bürgermeister Stefan Hundt, Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Personalratsvorsitzende Andrea Schauerte.
Auszeichnung in Berlin: (v.l.) Bürgermeister Stefan Hundt, Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Personalratsvorsitzende Andrea Schauerte.
Foto: ©Thomas Kunsch
Lennestadt/Berlin. Die Stadtverwaltung Lennestadt gehört zu den 100 ersten Absolventen des Audits „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit. Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, und Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung, zeichneten den heimischen Dienstleister mit der offiziellen Abschlussurkunde des Programms aus.

Insgesamt 24 Betriebe, darunter drei Kommunalverwaltungen aus ganz Deutschland, erhielten am Dienstag in der Hamburger Landesvertretung in Berlin die offizielle Abschlussurkunde des Audits und wurden so für ihr Engagement für mitarbeiterorientierte Arbeitsbedingungen gewürdigt. Bürgermeister Stefan Hundt und Personalratsvorsitzende Andrea Schauerte nahmen die Urkunde aus der Hand der Ministerin entgegen. Herausforderungen nehmen zu Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bei der Urkundenverleihung: „Die Arbeitswelt wandelt sich permanent, die Herausforderungen für Unternehmen und Beschäftigte nehmen durch die Digitalisierung zu. Mehr denn je gilt: Wer den rasanten Wandel in der Arbeitswelt erfolgreich bestehen will, muss ihn gemeinsam mit den Beschäftigten gestalten. Deshalb ist es gut, wenn sich Unternehmen und Verwaltungen gemeinsam mit ihren Mitarbeitern aufmachen und ihre Unternehmenskultur zukunftsfähig aufstellen. Das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ steht für diesen gemeinsamen Spirit.“
Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung, erklärte: „In unserer täglichen Arbeit sehen wir: Gerade kleine und mittelständische Unternehmen tun sich mit zeitgemäßen Arbeitsmodellen besonders schwer. Auch diese müssen sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen. Sie wird die gesamte Arbeitswelt in einem noch nicht absehbaren Maße verändern und völlig neue Anforderungen an Arbeitsorganisation und Führung stellen. Das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ unterstützt die Betriebe dabei, den notwendigen Wandel anzustoßen und mit ihren Beschäftigten in einen Dialog auf Augenhöhe zu treten, um so gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten.“

Bürgermeister Stefan Hundt freute sich über die Auszeichnung: „Die Stadtverwaltung Lennestadt gehört zu den Pilotbetrieben des Auditierungsprozesses. Der Einsatz der Belegschaft war ein Erfolg. Wir sind uns einig, das Projekt in den nächsten Jahren fortzusetzen.“ Schriftliche Befragung Der Auditierungsprozess bei der Stadtverwaltung Lennestadt begann mit einer schriftlichen Befragung der Mitarbeitenden und der Geschäftsführung. Hierbei wurden erste Herausforderungen und Verbesserungsbedarfe hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und der Unternehmenskultur identifiziert.

In einer dann eingerichteten Projektgruppe, in der gleichermaßen Beschäftigte und Führungskräfte vertreten waren, schuf das Unternehmen einen umfassenden Entwicklungsplan. Gemeinschaftlich wurden schließlich konkrete Maßnahmen in den Themenbereichen Personalführung, Chancengleichheit, Gesundheit sowie Wissen und Kompetenz umgesetzt. Veränderungen anstoßen Rüdiger Barteit, Projektleiter bei der Stadt Lennestadt: „Unser Ziel war es, mithilfe einer unabhängigen Außenperspektive Veränderungen anzustoßen und uns auch als Arbeitgeber attraktiver aufzustellen. Am Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ schätzen wir den strukturierten und mitarbeiterorientierten Ansatz. Der Projektgruppe ist es gelungen, viele Freiwillige aus der Belegschaft für das Audit zu begeistern. Wir möchten den Weg, den wir damit eingeschlagen haben, unbedingt auch in Zukunft fortsetzen.“
Das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“
Das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ ist ein Angebot der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Es wurde in enger Zusammenarbeit von der Bertelsmann Stiftung, dem Institut „Great Place to Work“ sowie dem Demographie-Netzwerk e.V. (ddn) entwickelt und wird nun von der Demografieagentur für die Wirtschaft GmbH als Träger umgesetzt.

Das Audit bringt Arbeitgeber und Arbeitnehmer partnerschaftlich an einen Tisch und wird als einziges Programm dieser Art gemeinsam von Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften, Kammern und der Bundesagentur für Arbeit getragen. Darüber hinaus garantiert es von Beginn an in besonderer Weise die Einbeziehung der Beschäftigten.
Die Initiative Neue Qualität der Arbeit: Zukunft sichern, Arbeit gestalten
Attraktive Arbeitsbedingungen sind heute mehr denn je ein Schlüssel für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland und bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Fachkräftesicherung in Unternehmen und Verwaltungen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt daher mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) eine Plattform, auf der sich Verbände und Institutionen der Wirtschaft, Unternehmen, Gewerkschaften, die Bundesagentur für Arbeit, Sozialversicherungsträger, Kammern und Stiftungen gemeinsam mit der Politik für eine neue, nachhaltige Arbeitskultur einsetzen – entlang der Themenfelder Personalführung, Gesundheit, Wissen & Kompetenz sowie Chancengleichheit & Diversity.

Als unabhängiges Netzwerk bietet die Initiative konkrete Beratungs- und Informationsangebote für Betriebe und Verwaltungen sowie vielfältige Austauschmöglichkeiten in zahlreichen - auch regionalen - Unternehmens- und Branchennetzwerken.
(LP)

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