12 Millionen Euro sollen in Meggens Straßen fließen

Runderneuerung


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Die Bürgerversammlung stieß auf reges Interesse in der Bevölkerung. Der Saal des Pfarrheims war prall gefüllt. von Nils Dinkel
Die Bürgerversammlung stieß auf reges Interesse in der Bevölkerung. Der Saal des Pfarrheims war prall gefüllt. © Nils Dinkel

Meggen. Die Stadt Lennestadt hat am Dienstagabend, 4. Dezember, in einer Bürgerversammlung im Meggener Pfarrheim über die geplanten Baumaßnahmen rund um den Eiling informiert. Etappenweise sollen bis 2031 Straßen, Kanalsystem und Wasserleitungen erneuert werden. Der Baubeginn des ersten Abschnitts „Eiling Süd“ ist für das Frühjahr 2019 geplant. Nach jetzigem Stand beziffert die Stadt Lennestadt die Gesamtkosten auf 12 Millionen Euro.


Sechs Millionen Euro bringen die Stadtwerke auf. Die weiteren sechs Millionen Euro sollen durch Haushaltsmittel aufgewendet werden. Für jeden Bauabschnitt sind derzeit Kosten in Höhe von einer Millionen Euro geplant. Ob die Anlieger zur Kasse gebeten werden, hänge an Düsseldorf, so Bürgermeister Stefan Hundt. Hier werde derzeit über das Thema Straßenausbaubeiträge diskutiert. Nach derzeitigem Stand müssten die Bürger zahlen.

Die Arbeiten sollen kanalaufwärts erfolgen, wie Peter Quinke von den Stadtwerken Lennestadt erklärte. Die Straßen seien sehr marode. Auch die Kanäle und die Wasserleitungen hätten ihren Soll erfüllt. „Die Straßen wurden überwiegend in den 1950er und 1960er Jahren gebaut. Die Stadt schreibt Straßen auf 45 Jahre ab“, so Quinke.

Ähnlich alt seien auch Kanalsysteme und Wasserleitungen. „Wasserleitungen werden bei uns nach 30 Jahren abgeschrieben“, so Quinke. Ausbesserungen, die immer wieder erfolgt seien, verlängerten demnach das Abschreibe-Intervall nicht. „Wir können froh sein, dass sie so lange gehalten haben“, sagte Quinke.
Gesamtlänge: Mehr als fünf Kilometer
Die Gesamtlänge der Straßensanierungen beträgt mehr als fünf Kilometer. Angefangen wird im Bereich „Eiling Süd“, gefolgt vom „Eiling Nord“ und dem „Knoten Walzwerkstraße“ in den kommenden drei Jahren. Auf diesen lag zunächst auch der Schwerpunkt der Bürgerversammlung, die Planungen sind vorangeschritten.

Der Eiling ab Bahnübergang bis zur Zufahrt An der Kahle ist der Südbereich, mit dem die Baumaßnahmen beginnen. Der Nordbereich ist vom Bahnübergang bis zur Einmündung Grubenstraße. Die Arbeiten sollen teils bei halbseitiger Sperrung und teils unter Vollsperrung erfolgen.

Gerade im Bereich der Ohlbrücke, die dem „Knoten Walzwerkstraße“ angehört, wolle die Stadt Ordnung hereinbringen, wie Bürgermeister Hundt erklärte. Hier solle nach jetzigem Stand ein Kreisverkehr entstehen. Nach Vor-Ort-Terminen seien hier bereits wesentliche Besserungen zur Verkehrssicherheit erfolgt, betonte Hundt. Danach sollen bis 2031 die Straßen Auf’m Ohl, Ohlstraße, An der Kahle, Laubenweg, Vor der Hermecke, Walzwerkstraße, Weiherstraße und Faulebutter erneuert werden.

Auf die Frage, ob der Netzausbau für schnelleres Internet mit den Baustellen einherginge, antwortete Hundt, dass die Stadt solche Maßnahmen nicht bremsen werde.
Straßenbreite von 5,50 Metern geplant
Der Eiling gilt als Haupterschließungsstraße. Während der Baumaßnahme wird das Parken dort laut Stadt nicht möglich sein. Im Bereich Eiling-Süd soll ein Fußgänger-Überweg entstehen. Im Nord-Bereich soll eine Verkehrsmischfläche entstehen. Der Eiling ist sehr schmal. Es ist eine Regel-Straßenbreite von 5,50 Metern geplant. Bürgermeister Hundt sagte, dass der Bereich „Eiling“ eine Anliegerstraße bleiben solle. Die Anlieger sollen regelmäßig informiert werden.
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