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Kreis Olpe, 12. April 2018

Träger stellen Pflegekonferenz Projekte vor: Neue Angebote sollen Lücken schließen

Zwei Einrichtungen für Tagespflege und ein neues Heim in Planung

So soll die neue Caritas-Tagespflege an der Hauptstraße in Drolshagen aussehen.
So soll die neue Caritas-Tagespflege an der Hauptstraße in Drolshagen aussehen.
Foto: Rüdiger Kahlke
Kreis Olpe. Der Bedarf ist unstrittig: Bedarf an Pflegeplätzen, Bedarf an Einrichtungen der Tagespflege. Die Lücke im Kreis Olpe soll kleiner werden. Bis Herbst nächsten Jahres werden drei neue Projekte in Betrieb gehen. So die Planung. Die stellten ihre Träger am Mittwochnachmittag, 11. April, im Kreishaus bei der Kommunalen Konferenz Gesundheit, Alter und Pflege vor.

In Drolshagen soll ein neues Pflegeheim entstehen. Die bestehende Einrichtung „Haus Westfalenhöhe“ mit derzeit 48 Plätzen entspreche nicht mehr heutigen Standards, erklärte Heinz-Gerd Feseker vom Projektträger „La Vida“ bei der Präsentation. Hinter dem bestehenden Objekt soll ein Neubau mit 71 Pflegeplätzen, alles Einzelzimmer, entstehen. Die Räume, Bad jeweils inklusive, sind 21, 5 Quadratmeter groß. Ein Bauantrag soll im August gestellt werden, schilderte Feseker den Planungstand. Um auch Demenzkranken Bewegungsspielraum zu geben, soll das Grundstück eingezäunt werden, teilte er auf Anfrage mit.

Neue Tagespflegeeinrichtungen entstehen in Finnentrop und Drolshagen. Mit der Sparkasse Finnentrop will der DRK-Kreisverband Olpe an zentraler Stelle einen Neubau mit 23 Wohneinheiten errichten. Im Untergeschoss soll die Tagespflegeeinrichtung mit zwölf Plätzen ihren Platz finden, so Torsten Tillmann vom DRK-Kreisverband. Er geht davon aus, dass die Einrichtung im Sommer nächsten Jahres eröffnet werden kann. Der Spatenstich zu dem Service-Wohn-Projekt erfolgte wenige Stunden vor der Konferenz (LokalPlus berichtete). Standortsuche in Drolshagen abgeschlossen Für Christoph Becker vom Caritas-Kreisverband ist die Suche nach einem geeigneten Standort für die Tagespflege in Drolshagen jetzt abgeschlossen. An der Hagener Straße, unterhalb der Kirche, soll in zentraler Lage eine Tagespflegeeinrichtung gebaut werden. Dabei kooperiert die Caritas mit der Volksbank, die hier zunächst Parkplätze vorgesehen hatte. Der Platz „kommt jetzt Menschen zugute“, so Becker bei der kommunalen Pflegekonferenz.

Er rechnet damit, dass der Baubeginn in wenigen Wochen erfolgen kann, um damit „eine Lücke zu schließen, die erkennbar ist“. Mit dem Angebot werde dem Bedürfnis, möglichst lange in der eigenen Häuslichkeit zu verbleiben Rechnung getragen, so Becker. Er geht davon aus, dass diese Einrichtung noch nicht die letzte sein wird, die die Caritas plant.
Ein Artikel von Rüdiger Kahlke

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