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Kreis Olpe, 29. Juni 2017

92-Jähriger wird Genosse

SPD begrüßt Neumitglieder auf dem Biggesee

SPD begrüßt Neumitglieder auf dem Biggesee
Symbolfoto: Sven Prillwitz
Attendorn/Kreis Olpe. Zu einer Rundfahrt auf dem Biggesee hatte der Vorstand des SPD-Kreisverbandes Olpe die Neumitglieder der Partei eingeladen. „Willkommen an Bord! Schön, dass ihr da seid und den Weg in die SPD gefunden habt. Das war ein guter und richtiger Schritt“, begrüßte der Kreisverbandsvorsitzende Robert Kirchner-Quehl die Parteineulinge. Zwölf neue Genossen waren der Einladung des SPD-Kreisverbandes und der Bundestagskandidatin Nezahat Baradari gefolgt. Fast alle waren zu Anfang des Jahres in einem Zeitraum von zwei Monaten in die SPD eingetreten.

Wolfgang Langenohl richtete den Gruß des verhinderten Mitgliederbeauftragten Walter Sinzig aus, der darauf hoffe, dass sich die Neuen sehr bald im Kreise ihrer Parteifreunde in den Ortsvereinen wohlfühlen würden. Er ließ weiter ausrichten, er freue sich besonders darüber, dass so viele junge Leute in der SPD begrüßt werden könnten, die hoffentlich mit Schwung, Elan und neuen Ideen die Partei und die Ortsvereine unterstützen würden.

Ohne Tagesordnung und in lockerer Atmosphäre erhielten die Anwesenden in einer Kennenlernrunde die Gelegenheit, sich auszutauschen und untereinander zu vernetzen. Jedes Mitglied schilderte seinen eigenen bewegenden Moment, der in die SPD geführt habe. Eine Genossin aus Attendorn nannte als Grund für ihren Eintritt ihre Zeit als allein erziehende Mutter. Auf ihre Situation hätte die SPD die besseren Antworten parat gehabt. Außerdem werde in ihrer Familie häufig über Politik diskutiert und für sie sei die eigene Tendenz hin zur SPD schon lange klar gewesen. Neumitglieder nennen Gründe für EintrittFür eine Taxifahrerin unter den Neuen war die Begegnung mit dem Landtagskandidaten Wolfgang Langenohl so überzeugend gewesen, dass sie sich für den Parteieintritt entschieden hatte; außerdem profitiere sie vom Mindestlohn. Ein weiteres Mitglied nannte den Einsatz der AG Migration und Vielfalt als vorbildlich. Sie habe einige Zeit dabei mitgemacht und sei dann aus Überzeugung Parteimitglied geworden. Eine junge Wendener Genossin hatte sich mit dem Parteiprogramm auseinander gesetzt und war zu der Überzeugung gekommen, in die Partei einzutreten, weil die SPD ihre Werte vertritt. Nicht zuletzt wurde als Grund genannt, wie wichtig es in diesen Zeiten ist, die Demokratie in Deutschland zu sichern und dass die SPD mit ihrer Historie dafür die richtige Partei ist.

„Jetzt erst recht“, so könnte man die Stimmung nach dem Vertrauensverlust bei der Landtagswahl unter den neuen Parteifreunden bezeichnen. Dies bekräftigen gleichzeitig ein 19-jähriger Schüler aus Drolshagen sowie der älteste Neuzugang, ein 92-jähriger Genosse aus Welschen Ennest. Allein der Gedanke, dass die SPD nun jede Kraft brauche, hatte ihn zum Parteieintritt motiviert. Kurz darauf entschied sich auch seine Tochter für die SPD und ließ sich als Mitglied registrieren.Erläuterungen zu ArbeitsgemeinschaftenAls Gastgeber erläuterte der Vorsitzende Robert Kirchner-Quehl gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern Wolfgang Langenohl und Jutta Hecken-Defeld sowie mit der Bundestagskandidatin Nezahat Baradari die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und die Beteiligungsmöglichkeiten in der SPD. Mit diesen Informationen sei der Parteizuwachs jetzt für das neue Engagement gewappnet.

Kirchner-Quehl fasste zusammen: „Wir sehen heute: Hier kommen die verschiedensten Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Wünschen und Meinungen zusammen. Unsere Demokratie braucht aktive Bürger wie euch, die mehr wollen als lediglich alle vier Jahre ein Kreuz auf einem Wahlzettel zu machen. In der SPD wird über den richtigen Weg diskutiert und auch mal gestritten - und das, ohne dabei den Lebens- und Arbeitsalltag der Menschen aus den Augen zu verlieren. Das macht eine echte Volkspartei aus.“

Bei vertiefenden Gesprächen und bewirtet mit Kaffee und Kuchen fand der Nachmittag auf dem Biggesee seinen Ausklang.
(LP)

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