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Kreis Olpe, 08. Dezember 2017

Landrat Frank Beckehoff blickt freudig schnellerem Internet entgegen

Spatenstich zum Breitbandausbau im Kreis Olpe

Der symbolische Spatenstich markiert den Start des Breitbandausbaus im Kreis Olpe.
Der symbolische Spatenstich markiert den Start des Breitbandausbaus im Kreis Olpe.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Kreis Olpe/Neu-Listernohl. Für Landrat Beckehoff, die sieben Bürgermeister des Kreises sowie die Vertreter von Bund, Land, der deutschen Telekom und schließlich noch die heimischen Bundestags- und Landtagsabgeordneten war es nur ein symbolischer Spatenstich in Neu-Listernohl. Für 12.800 Haushalte und 27 Industriegebiete im Kreis Olpe ist es jedoch der Beginn einer neuen Zeit: Mit Hilfe von Bundes- und Ländermitteln startete am Freitag, 8. Dezember, der großflächige Breitbandausbau mit rund 166 Kilometern Glasfaser und 121 neuen Verteilern. Sie bieten den Nutzern in der Zukunft eine Bandbreite von bis zu 100 Mbit/s bzw. 1 Gbit/s in den Gewerbegebieten.

„Es ist vollbracht“, verkündete Landrat Frank Beckehoff sichtlich stolz und zufrieden während der anschließenden Zusammenkunft im Café Selter. Alle Bürgermeister der sieben Kommunen im Kreis stimmten ihm zu. Bis Ende Dezember 2019 soll das Projekt in einzelnen Bauabschnitten umgesetzt und zügig abgeschlossen werden. Für den Umbau muss eine Menge Geld investiert werden: Rund 70.000 Euro pro Kilometer Glasfaser sind notwendig. „Doch Glasfaser ist das Rückgrat der Technologie, damit können Sie nicht mehr abgehängt werden“, versprach Reinhard Rohleder, Regionalmanager der Deutschen Telekom.

Nach aufwändigen Antragsverfahren - „sie dauerten 23 Monate“, so Beckehoff - habe man im Juli 2017 die endgültige Förderzusage des Bundes über rund 4,45 Millionen Euro bekommen. Vom Land NRW kommen nochmals 3,89 Millionen Euro hinzu, so dass insgesamt rund 8,34 Millionen Euro an Fördermitteln zur Deckung der Wirtschaftlichkeitslücke des Netzbetreibers zur Verfügung stehen. Zusätzlich erbringen die Städte und Gemeinden noch einen Eigenanteil von 565.000 Euro. Nur Drolshagen muss nicht in die Tasche greifen: „Sie waren in der Haushaltssicherung, als der Antrag gestellt wurde“, erklärte der Landrat. „Es wird dringend Zeit“ Marco Bormann von der Telekom gab schließlich auch bekannt, in welchem zeitlichen Rahmen sich die Haushalte über das schnelle Internet freuen können: Im vierten Quartal 2018 sollen die Arbeiten in Finnentrop sowie Teilen Lennestadts und Drolshagen abgeschlossen sein. Im ersten Quartal 2019 folgen Attendorn und Teile von Olpe, im dritten Quartal 2019 ein weiterer Teil der Kreisstadt und im vierten Quartal 2019 schließlich Kirchhundem sowie Teile Lennestadts und Wenden.

Drolshagens Bürgermeister Ulrich Berghoff machte nochmals deutlich, wie wichtig das schnelle Internet für den Kreis ist: „Es wird dringend Zeit. Diese Maßnahme ist überfällig und das größte Thema bei der Bevölkerung und der Wirtschaft der vergangenen Jahre.“ „Es muss aber auch weiter gehen“, so Beckehoff.  Daher habe man einen erweiterten Förderantrag zum Anschluss der Schulen gestellt. Das kostet nochmals 1,4 Millionen Euro. Bereits heute können sich interessierte Kunden unter www.telekom.de/kreis-olpe für die neuen Anschlüsse registrieren lassen. Sie erhalten eine Nachricht, sobald die schnellen Anschlüsse gebucht werden können. Informationen über Baufortschritte sind ebenfalls unter dieser Adresse zu finden.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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