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Kreis Olpe, 25. August 2017

Nach Freimaurer.Urteil des Bundesgerichtshofes

Schützen diskutieren mit CDU-Abgeordneten über Steuern und Gemeinnützigkeit

Matthias Heider (4. von links) und Jochen Ritter (4. rechts) trafen sich mit Vertretern des Kreisschützenbundes.
Matthias Heider (4. von links) und Jochen Ritter (4. rechts) trafen sich mit Vertretern des Kreisschützenbundes.
Foto: privat
Kreis Olpe. Die steuerliche Behandlung von Schützenvereinen war Gegenstand eines Treffens von Vertretern des Kreisschützenbunds Olpe und von heimischen CDU-Abgeordneten im Bundes- sowie im Landtag. Eingeladen dazu hatte Kreisoberst Markus Bröcher in das Schützenhaus Rüblinghausen.

Gekommen waren auf Seiten der Schützen Kreisgeschäftsführer André Arenz, Kreisschatzmeister Ludger Maiworm, der stellvertretende Kreisschatzmeister Markus Brüggemann, der Vorsitzende des Heimatschutzvereins St. Hubertus Rhode, Klaus Döppeler, und der Vorsitzende des St.-Matthäus-Schützenvereins Rüblinghausen, Joachim Kleine. Auf Seiten der Politik waren der CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Heider und Jochen Ritter, der im Mai für die Christdemokraten in den Landtag eingezogen war, anwesend.

Anlass war ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs, wonach einer Freimaurerloge die Gemeinnützigkeit abgesprochen worden war. Begründung: Frauen seien von deren Aktivitäten ausgeschlossen. Heider hält die Sichtweise nicht für übertragbar auf Schützenvereine, die im Sauerland aktiv sind: „Das Engagement der Schützen ist anders als im Falle der Freimaurer nicht lediglich nach innen, sondern in die Gesellschaft gerichtet“, sagte der Bundestagsabgeordnete. Er habe das Bundesfinanzministerium um eine dahingehende Klarstellung gebeten. Ritter: Engagement reicht weit über Vereinsgrenzen hinaus Auch der heimische CDU-Landtagsabgeordnete versuchte, den Schützen ihre Sorgen zu nehmen. Ritter verwies auf Äußerungen des Landesfinanzministers Lutz Lienenkämper, wonach das Engagement der Schützen für Brauchtum, soziales Miteinander und oft auch karitative Zwecke regelmäßig weit über die Vereinsgrenzen hinaus reiche - und daher eine Entlastung bei der Steuer verdiene. Daneben regten die Schützen eine Überprüfung des Freibetrags bei der Körperschaftssteuer an.

„Der aktuelle Stand ist aus der Zeit, als das Glas Bier noch eine Mark fünfzig kostete“, stellte Markus Bröcher klar. Es sei an der Zeit, über eine Erhöhung der Anerkennung für das Schützenwesen nachzudenken, ist er sich mit Ludger „Maiworm einig. Letzterer fand zudem lobende Worte für die praxisgerechte Zusammenarbeit“ mit dem heimischen Finanzamt fand. Abschließend verständigten sich Schützen und Politiker darauf, in dieser oder erweiterter Runde in einigen Wochen abermals zueinander zu kommen, um die weitere Entwicklung der angesprochenen Themen zu begleiten.
(LP)

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