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Kreis Olpe, 24. November 2017

„Wir brechen das Schweigen“

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley mit dem Aktions-Schild „Weg aus der Gewalt“.
Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley mit dem Aktions-Schild „Weg aus der Gewalt“.
Foto: BMFSFJ/BAFzA
Kreis Olpe. Jahr für Jahr erinnert der weltweite Aktionstag gegen Gewalt an Frauen am 25. November an das noch immer hohe Ausmaß von Gewalt gegen Frauen. Dabei handelt es sich nach Angaben des Bundesfamilienministeriums auch in Deutschland noch immer um ein Tabuthema, von dem jede dritte Frau betroffen sein. Daher rufen Bundesfrauenministerin Dr. Katarina Barley und das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ die Öffentlichkeit dazu auf, sich an der Mitmachaktion „Wir brechen das Schweigen“ zu beteiligen.
„Betroffene sollen wissen, dass sie auf dem Weg aus der Gewalt nicht allein sind und dass es Unterstützungsangebote wie das bundesweite Hilfetelefon gibt“, erklärt Bundesfrauenministerin Dr. Katarina Barley. „Als Schirmherrin lade ich jede und jeden dazu ein mitzumachen. Lassen Sie uns gemeinsam das Schweigen brechen und die Hilfetelefonnummer 08000 116 016 weiter bekannt machen.“

Der Hashtag für die Aktion in den sozialen Netzwerken lautet #schweigenbrechen. Doch auch Personen, die keine sozialen Medien nutzen, können teilnehmen. Auf der Internetseite www.aktion.hilfetelefon.de sind sämtliche Aktionsideen und  Materialien zu finden. 20 Prozent der Betroffenen lassen sich beraten Viele Unterstützer sowie Prominente haben sich nach Angaben des Ministeriums bereits an der Aktion beteiligt. „Ich bedanke mich bei allen, die an der Mitmachaktion teilnehmen. Die Beraterinnen des Hilfetelefons können nur dann helfen, wenn unser Unterstützungsangebot auch bekannt ist. Bislang wendet sich nur jede fünfte Betroffene an eine Beratungseinrichtung“, sagt Helga Roesgen, Präsidentin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, auch zuständig für das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen".

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Unter der Rufnummer 08000/116016 und über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene, aber auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen und Fachkräfte beraten lassen – anonym, kostenlos, barrierefrei und in 17 Fremdsprachen.

Von März 2013 bis Dezember 2016 verzeichnet das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ rund 105.000 Beratungskontakte per Telefon, Chat und E-Mail. Über 61.500 von Gewalt betroffene Personen haben das niedrigschwellige Angebot genutzt und sich individuell beraten lassen.
(LP)

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