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Kreis Olpe, 12. Juli 2017

Doppelbewerbung als Eingangsportal für den Naturpark Sauerland-Rothaargebirge erfolgreich

Eine von sechs Schatztruhen geht an Lennestadt und Kirchhundem

Die Doppelbewerbung hatte Erfolg. Am Dienstag, 11. Juli, gab es in der Siegerlandhalle die Urkunde und die Schatztruhe, die sich Lennestadt und Kirchhundem teilen. Das Bild zeigt die Vertreter aus den Kommunen, die zukünftig eine Schatztruhe des Naturparks beherbergen, zusammen mit Vertretern der Jury und der Geschäftsführung des Naturparks.
Die Doppelbewerbung hatte Erfolg. Am Dienstag, 11. Juli, gab es in der Siegerlandhalle die Urkunde und die Schatztruhe, die sich Lennestadt und Kirchhundem teilen. Das Bild zeigt die Vertreter aus den Kommunen, die zukünftig eine Schatztruhe des Naturparks beherbergen, zusammen mit Vertretern der Jury und der Geschäftsführung des Naturparks.
Foto: privat
Kreis Olpe/Siegen. „Feuer und Wasser“ hatten Lennestadt und Kirchhundem ihre Bewerbung überschrieben. Die gemeinsame Arbeit am scheinbar Gegensätzlichen zog. Beide Kommunen haben damit das Rennen um eine der sechs Schatztruhen gemacht, mit der sie künftig als Portale die Naturparkarbeit vorstellen sollen.

Geht es nach Kirchhundems Bürgermeister Andreas Reinéry, wollen sich die Kommunen gleich an die Umsetzung des eingereichten Konzeptes machen. Am Donnerstag, 13. Juli, will er den Rat informieren. Bis zum Jahresende soll das Portal eingerichtet und funktionsfähig sein, kündigte Reinery am Rande der Auszeichnung in der Siegerlandhalle an. Den Zuschlag für die Schatztruhe bekommen zu haben, sieht er als „Startschuss für die weitere Entwicklung“ im Touristik-Bereich. „Wir wollen das weiter ausbauen“, so Reinéry. Trostpreis für Drolshagen und Wenden 
Insgesamt hatten sich 14 Kommunen aus dem Sauerland beworben. Aus dem Kreis Olpe hatten auch Drolshagen und Wenden Bewerbungen eingereicht. Ihnen bleibt nur ein Trostpreis.

Der Naturpark Sauerland-Rothaargebirge macht den Kommunen, die bei der Vergabe leer ausgegangen sind, ein Angebot: Sie können eine Naturpark-Stele als kleines Info-Zentrum an entsprechend frequentierten Stellen wie Rathaus oder Bürgerbüro aufstellen. Damit, so die stellvertretende Vorsitzende des Naturparkvereins Barbara Dienstel-Kümper, solle auch das Engagement derer belohnt werden, die leer ausgegangen sein. Lob für gute Vernetzung Bei der Vorstellung der Gewinner hatte sie die beiden Kommunen aus dem Kreis Olpe als „Herzkammer des Naturparks“ vorgestellt. Prof. Susanne Leder von der Fachhochschule Südwestfalen, die die Bewertungskriterien in einem Forschungsseminar mit Studierenden entwickelt hatte, erläuterte die Entscheidungen der achtköpfigen Jury.
Laudatorin Prof. Susanne Leder von der FH Südwestfalen.
Im Falle Lennestadt / Kirchhundem sei es darum gegangen, „Dinge zu verbinden“. Die Bewerber hätten ein „Kombipaket mit Themenpower“ vorgestellt. Durch die Verbindung von Wander- und Radwegen sei ein Bezug zur Gesundheit hergestellt worden. Als hervorragend lobte sie die Vernetzung der Akteure.

Im nächsten Schritt sind die Bürger der 41 Kommunen im Gebiet des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge aufgerufen, ihre Lieblingsorte in der Region zu benennen und so die Schatztruhen mit „Juwelen“ zu füllen. Mit der Einbindung der Bürger wolle man von deren regionaler Kenntnis und Erfahrung profitieren, so Naturpark-Geschäftsführer Detlef Lins.
Der Landeswettbewerb Naturpark.2018.Nordrhein-Westfalen
Gefördert wird das Projekt vom NRW-Umweltministerium. „Der Landeswettbewerb Naturpark.2018.Nordrhein-Westfalen soll zu einer nachhaltigen Entwicklung der Naturparkregionen beitragen. Naturparken soll die Möglichkeit gegeben werden, Projekte umzusetzen, mit denen sie die „Schätze der Natur“ in ihren Regionen bewahren, entwickeln und erlebbar machen möchten.“, heißt es dazu in der Ausschreibung.

Zu den Basiskriterien gehörten:
  • ein barrierefreier Zugang zu den Angeboten,
  • Öffnungszeiten auch an Wochenenden,
  • W-Lan-Angebote,
  • freier Eintritt,
  • gute Erreichbarkeit mit Auto, Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln und
  • Zugang zu zwei Besonderheiten.
Die Fördersumme liegt bei rund 300.000 Euro. Etwa 129.000 Euro sind als Eigenanteil  aufzubringen.

Neben Lennestadt und Kirchhundem gehen fünf weitere Schatztruhen an Hemer und Meinerzhagen (beide Märkischer Kreis), Bad Berleburg und Burbach (beide Kreis Siegen-Wittgenstein) sowie Medebach (Hochsauerlandkreis).
Ein Artikel von Rüdiger Kahlke

Bildergalerie: Eine von sechs Schatztruhen geht an Lennestadt und Kirchhundem