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Kirchhundem, 03. November 2017

E-Mobilität

Landesregierung bewilligt Fördergelder für Ladesäulen

Landesregierung bewilligt Fördergelder für Ladesäulen
Symbolfoto: Rüdiger Kahlke
Kirchhundem/Kreis Olpe. Seit dem 16. Oktober 2017 ist die Elektromobilität in Nordrhein-Westfalen einen ganzen Schritt weiter: Die Landesregierung hat den Fördertopf aus dem „Sofortprogramm Elektromobilität“ geöffnet. Dadurch wird die Entscheidung, auf saubere Elektrofahrzeuge umzusteigen, für Privatleute, aber auch für Firmen und kommunale Betriebe leichter. Das sei ein „wichtiges Signal für die Verkehrs- und Energiewende“ in NRW, sagt Alfred Vrieling, Bereichsleiter Vertrieb und Marketing eMobility der Firma Mennekes.

Für die kommunalen Betriebe von Städten und Gemeinden im Bundesland ergibt mit dem „Sofortprogramm“ eine Chance auf die Förderung für jeden öffentlich zugänglichen Ladepunkt von bis zu 5000 Euro. Privatleute können für die Installation eines privat genutzten Ladepunktes bis zu 1000 Euro Förderung aus Mitteln des Förderprogramms „progres.nrw“ beantragen.

„Es empfiehlt sich für Privatleute, kommunale Betriebe und Gewerbetreibende, zügig eine Entscheidung für Ladepunkte zu fällen, denn das Förderprogramm ist zeitlich begrenzt bis zum Ende des Jahres 2018. Die Installation von Ladepunkten wird auch gefördert, wenn heute noch kein Elektrofahrzeug gefahren wird“ so Vrieling weiter. Die Förderung gebe es nicht nur beim Kauf eines Ladepunktes. Zuschüsse könnten ebenfalls beantragt werden für Netzanschluss, Montage, Tiefbauarbeiten, aber auch Parkplatzsensoren oder Markierungsarbeiten. Hinweis auf diverse Rahmenbedingungen Gleichzeitig weist der Bereichsleiter auf die Rahmenbedingungen hin, die für die Bewilligung eines Zuschusses erfüllt sein müssen: Gefördert wird laut Vrieling nur die Errichtung fabrikneuer Anlagen. Gleichzeitig sei das Aufladen mit Strom aus erneuerbaren Energien oder aus vor Ort erfolgter regenerativer Stromerzeugung, wie Solar oder Biogas, eine wichtige Voraussetzung. Die Ladestandorte müssen sich zudem in Nordrhein-Westfahlen befinden und von Personen, Firmen oder Gemeinden in NRW betrieben werden.

Vrieling sieht in dem Förderkonzept einen wichtigen Impuls für den Aufbau von Ladeinfrastruktur in der Fläche, die darauf abziele, „leistungs- und zukunftsfähige“ sowie „kostengünstige“ Lösungen in NRW zu ermöglichen: „Die Förderung gilt für Ladepunkte, die mindestens über eine Ladeleistung von 11 Kilowatt bis maximal 22 Kilowatt verfügen. Da die Anlagen von Profis installiert werden müssen, ist das auch eine sehr gute Möglichkeit für lokale Elektroinstallationsfirmen, ihre Geschäftstätigkeiten zu erweitern.“

Von dem Fördertopf aus dem „Sofortprogramm Elektromobilität“ verspricht sich nun auch Mennekes vermehrten Kundenzulauf. Das Traditionsunternehmen hat sich schon früh für den Ausbau und die Entwicklung der Elektromobilität stark gemacht und ist heute nicht nur der weltweit führende Hersteller von Ladesteckern, sondern bietet auch Ladelösungen an.
(LP)

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