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Kirchhundem, 06. Oktober 2017

Tobias Middelhoff blickt optimistisch in die Zukunft

Kirchhundems Beigeordneter präsentiert ausgeglichenen Haushalt

Kirchhundems Beigeordneter präsentiert ausgeglichenen Haushalt
Symbolfoto: Prillwitz
Kirchhundem. Einen ausgeglichenen Haushalt konnte am Donnerstag, 5. Oktober, Beigeordneter Tobias Middelhoff in der Sitzung des Gemeinderates Kirchhundem präsentieren.

Demnach liegt ein Überschuss in Höhe von ca. 1,20 Mio. Euro vor. Middelhoff erklärt: „Maßgebend hierfür ist der Ergebnisplan. Hauptsächlich wurde dieses Ergebnis durch Mehrerträge bei der Gewerbesteuer erzielt. Ein kreisweiter Trend im Jahr 2016.“ Auch bei den Aufwendungen konnten Spareffekte erzielt werden. Insbesondere im Bereich Asyl, da weniger Flüchtlinge angekommen sind als zu Jahresbeginn 2016 zu vermuten war. Aber auch im Bereich Bewirtschaftung/Unterhaltung konnten fast rund 180.000 Euro eingespart werden.

Middelhoff weiter: „Zudem wurden Rückstellungen nach § 36 Abs. 3 GemHVO gebildet. Diese wurden gebildet, da die hierfür erforderlichen Maßnahmen nicht im Jahr 2016 umgesetzt werden konnten. Die Gelder standen 2017 bzw. stehen 2018 (Sanierung Sporthalle Sekundarschule) zur Verfügung.“ Geld für Unterkünfte nicht benötigt Ein positives Ergebnis im Finanzplan konnte erzielt werden, weil Gelder, die für den Erwerb von Flüchtlingsunterkünften bereitgestellt wurden, nicht benötigt wurden.

Die Kennzahlenübersicht vermittele einen guten Eindruck, wie sich die Gemeinde Kirchhundem im Vergleich zu 2015 bzw. zum NRW-Durchschnitt 2016 verhalte. Sowohl beim Aufwandsdeckungsgrad, bei der Eigenkapitalquote als auch bei der Fehlbetragsquote habe sich Kirchhundem verbessert und sei wesentlich besser als der NRW-Schnitt. Die Investitionsquote habe sich verbessert. Dazu Tobias Middelhoff: „Dieser Trend muss anhalten, um nachhaltig Geld in die Gemeinde zu investieren für die Zukunftsfähigkeit.“ Erste Ausgleichrücklage im Jahr 2015 Im Zusammenhang mit der haushaltswirtschaftlichen Gesamtlage gehört die Gemeinde Kirchhundem derzeit zu den 50 Prozent, die den Ausgleich aus der Rücklage schaffen. Middelhoff: „Diese so genannte Ausgleichrücklage beträgt nunmehr ca. 1,40 Mio. Euro. Defizite im Plan/Jahresabschluss können durch diese Rücklage gedeckt werden. Wenn diese aufgebraucht ist, wird das Eigenkapital gemindert. Erstmals seit 2009 konnte in 2015 eine Ausgleichrücklage geschaffen werden.“

Middelhoff geht davon aus, dass 2017 bei normalem Verlauf ebenfalls ein ausgeglichener Haushalt bzw. ein leichter Überschuss erzielt werden kann. Ändern könne sich das Ergebnis  noch durch  unvorhersehbare Ereignisse wie einem starken Winter oder einem Einbruch der Wirtschaft. 2018 gestalte sich schwierig „2018 wird schwieriger werden“, befürchtet der Beigeordnete mit Blick unter anderem auf die Pastoratsbrücke in Hofolpe. „Hier gehe ich derzeit im Plan von einem negativen Saldo aus, welches nah an der so genannten Fünf-Prozent-Hürde sein wird (§ 76 Abs. Nr. 2 GO NRW). Sollte diese Hürde zweimal hintereinander überschritten werden, droht ein erneutes Haushaltssicherungskonzept.“
(LP)

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