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Kirchhundem, 22. Januar 2018

Kämmerer arbeitet ab April in Köln

Kirchhundem: Tobias Middelhoff verabschiedet sich aus dem Rathaus

Gehen ab April getrennte Wege: Tobias Middelhoff (rechts) und Bürgermeister Andreas Reinéry, die im Dezember zum letzten Mal gemeinsam den Kirchhundemer Haushaltsplanentwurf vorstellten.
Gehen ab April getrennte Wege: Tobias Middelhoff (rechts) und Bürgermeister Andreas Reinéry, die im Dezember zum letzten Mal gemeinsam den Kirchhundemer Haushaltsplanentwurf vorstellten.
Foto: Sven Prillwitz
Kirchhundem. Der Kämmerer und Beigeordnete der Gemeinde Kirchhundem, Tobias Middelhoff, legt sein Amt nieder. Noch bis 30. März arbeitet er bei der Gemeinde, dann beginnt seine neue Aufgabe im Finanzmanagement in Köln. Vor seinem Abschied blickt Middelhoff zufrieden auf seine Zeit in der Kirchhundemer Verwaltung zurück und verwiest unter anderem darauf, dass er zusammen mit Bürgermeister Andreas Reinéry die kommunalen Finanzen wieder in ruhige Gewässer geführt hat. Middelhoff versichert: Kirchhundem soll einen besonderen Platz in seinem Herzen behalten. Seine Beweggründe für den beruflichen Wechsel erklärt der Noch-Kämmerer in einer Stellungnahme.

Im Wortlaut: „Nach etwas mehr als fünf Jahren als Beigeordneter und Kämmerer sowie Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in der Gemeinde Kirchhundem habe ich mich dazu entschieden eine neue berufliche Herausforderung zu suchen.

Ab dem 1. April 2018 werde bei der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) in Köln als Programmbereichsleiter Finanzmanagement meine neue Tätigkeit aufnehmen. Die KGSt ist ein Dienstleister für Kommunen und Behörden und gibt Empfehlungen, Konzepte und Lösungen zu aktuellen und relevanten Fragen des kommunalen Managements.

Zu den Mitgliedern zählen Städte, Kreise, Gemeinden und Verwaltungsorganisationen aller Größenordnungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit über 2000 Kommunen mit insgesamt über 77 Millionen Einwohnern. Die KGSt unterstützt die Verwaltungsspitzen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Organisationsebenen im Prozess der Verwaltungsmodernisierung. Middelhoff geht mit lachendem und weinendem AugeIch freue mich sehr auf diese neue verantwortungsvolle Aufgabe und die damit verbundene berufliche und private Veränderung. Mit einem Abschied ist auch immer ein bisschen Wehmut verbunden und so verlasse ich die Gemeinde Kirchhundem mit einem lachenden und einem weinenden Auge. In meiner Zeit hier gab es ich viele berufliche und private Höhen, aber auch ein paar Tiefen. Trotzdem war es eine sehr schöne Zeit hier in der Gemeinde. Viele Ereignisse und tolle Erfolge werden immer in Erinnerung bleiben. Denn trotz schwieriger Bedingungen bin ich stolz auf das Erreichte.

Hierzu gehört vor allem die Konsolidierung der Gemeindefinanzen. Lag die Gemeinde Kirchhundem vor fünf Jahren noch bei einem negativen Ergebnis von rund drei Millionen Euro und hatte keine Rücklagen, kann ich aktuell auf drei Jahre hintereinander ausgeglichene Haushalte blicken und eine Ausgleichrücklage in Höhe von 1,40 Millionen vorweisen. Diese Fakten bieten der Gemeinde Kirchhundem in Zukunft die Möglichkeit sich auf einer soliden finanziellen Basis weiterzuentwickeln. Geretteter SchulstandortNeben diesem überragenden Thema der Haushaltskonsolidierung bin ich aber auch auf andere Entwicklungen sehr stolz. Gemeinsam mit allen Kräften haben wir 2013 unseren Schulstandort gerettet. Die Verwaltungsmodernisierung zum Beispiel durch das Gebäudemanagement, das neue Bürgerbüro oder das Standesamt wird immer weiter fortgeführt.

An dieser Stelle könnte man noch viele tausend Dinge aufzählen, die in den letzten fünf Jahren sich positiv entwickelt haben. Aber ich möchte vielmehr die Gelegenheit nutzen einfach „Danke“ zusagen. Mein großer Dank und meine Anerkennung gelten in erster Linie den Kolleginnen und Kollegen der Gemeindeverwaltung sowie dem Bürgermeister Andreas Reinéry. Die Zusammenarbeit und das kollegiale Miteinander haben mir die Arbeit hier sehr leicht gemacht Ohne deren Unterstützung wären all diese positiven Entwicklungen nicht möglich gewesen.Tiefer DankEin Dankeschön geht auch an die Unternehmen, die durch ihren großen Unternehmergeist und ihr Engagement die Kommune immer wieder unterstützen. Mein Dank gilt auch der Politik, denn das gewachsene Vertrauensverhältnis war eine tolle Basis für die gemeinsam erzielten Ergebnisse. Mein besonderer Dank gilt der CDU, die mir die Chance für eine verantwortungsvolle Tätigkeit hier in Kirchhundem ermöglicht hat.

In vielen Gesprächen in den letzten Jahren und Monaten mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kirchhundem habe ich viel Zuspruch erhalten. Dies hat mir die Freude an der Arbeit noch erleichtert. Von allen Menschen, ob nun in Brachthausen, Silberg oder Albaum… überall bin ich freundlich und offen empfangen worden und wurde gut aufgenommen. Für einen nicht gebürtigen Sauerländer wurde mir der Einstieg leicht gemacht. Natürlich gab es auch mal die eine oder andere nicht so schöne Begebenheit – ob nun beruflich oder privat -, aber das positive Gefühl überwiegt.Gemeinde Kirchhundem nimmt besonderen Platz einMir hat die Arbeit und das Leben in Kirchhundem sehr viel Spaß gemacht. Einen besonderen Platz wird diese Kommune auf jeden Fall immer in meinem Leben haben. Ich wünsche jedem Einzelnen alles Gute und viel Glück und Gesundheit! Ich hoffe und denke auch, dass man sich bei der einen oder anderen Gelegenheit nochmals begegnet bzw. wiedersieht.

Tobias Middelhoff“
(LP)

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