Nachrichten Politik
Kirchhundem, 15. Dezember 2016

Startschuss für Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept

IKEK: Strategie für die Weiterentwicklung der Gemeinde Kirchhundem

Startschuss für Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept
Symbolfoto: Nils Dinkel
Kirchhundem. Die Weichen für die Erstellung eines Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) für das gesamte Gemeindegebiet Kirchhundem sind gestellt. Ziel ist die Entwicklung einer zukunftsfähigen Strategie für bauliche, technische und soziale Infrastrukturen und damit die gezielte Weiterentwicklung der Gemeinde. Daran sollen auch die Einwohner beteiligt werden.

Im Oktober beauftragte die Gemeinde Kirchhundem das Fachplanungsbüro IfR (Institut für Regionalmanagement) aus Marl damit, das Konzept zu erstellen. Das mit öffentlichen Mitteln geförderte IKEK wird unter Beteiligung aller Bürgergruppen der Gemeinde Kirchhundem bis zur Mitte des Jahres 2017 erarbeitet. Nach ersten internen Auftaktgesprächen wird nach Angaben der Gemeinde zurzeit eine Bestandanalyse vorgenommen; parallel werden Sondierungsgespräche mit Ortsvorstehehern der Kirchhundemer Bezirke geführt. Das diene der Vorbereitung der Auftaktveranstaltungen und Rundgänge in Form von Dorftouren und Workshops in den einzelnen Ortsteilen.

Das IKEK ist Teil einer übergeordneten Förderkulisse. So unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen ländliche Kommunen bei der Anpassung an den demografischen und sozioökonomischen Wandel im Rahmen des NRW-Programms „Ländlicher Raum 2014-2020“. Eine zentrale Rolle nehmen Ortskerne mit ihren vielfältigen Funktionen als Wohnquartier, Treffpunkt und identitätsstiftender Mittelpunkt bei der Dorfentwicklung ein. Bürger sollen gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen den gesamten Bereich der Kommune und ebenso die Ortsebenen ins Auge fassen. „Eine kommunale Gesamtstrategie muss sich mit der Frage auseinandersetzen, wie bauliche, technische und soziale Infrastrukturen sowie bürgerschaftliches Engagement in den Ortsteilen unter den Bedingungen des demografischen Wandels gesichert werden können und welche Schwerpunktfunktionen einzelne Dörfer künftig ausfüllen können“, schreibt die Gemeinde Kirchhundem in einer Pressemitteilung. „Leitschnur für zukunftsfähige Projekte“ Diese Strategie soll nun als „Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept“ (IKEK) erstellt werden und künftig als „Leitschnur für nachhaltige und zukunftsfähige Projekte“ genutzt werden. Das IKEK soll später „auch als Grundlage für weitergehende Fördermaßnahmen, zum Beispiel zum Erhalt von ortsbildprägender Bausubstanz, zur dorfgerechten Gestaltung von Dorfstraßen, Dorfplätzen und Wegen, zur Begrünung im öffentlichen Bereich, zur Sicherung und Weiterentwicklung dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen oder zur Umnutzung ehemals land- und forstwirtschaftlich genutzter Gebäude“ dienen. Auch die Verbesserung der Infrastruktur für den ländlichen Fremdenverkehr spielt eine zentrale Rolle. Dabei stehen Aspekte der Dorfentwicklung und der Lebensqualität auf dem Land im Fokus: die Nahversorgung und die medizinische Versorgung, Mobilität und Energiewende ebenso wie Bildung und Fachkräftesicherung und die Förderung des Ehrenamts.

„Wir haben erneut den Haushaltsausgleich geschafft, wirtschaftlich substantiell und auch in guter politischer Zusammenarbeit die Grundlage geschaffen, eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung unserer Gemeinde in allen Bereichen in den Blick zu nehmen. Ich möchte daher zu einem starken, identitätsstiftenden Mitwirken der Bürgerinnen und Bürger, Institutionen, Vereine und Unternehmen in unserer Region herzlich einladen“, wird Bürgermeister Andreas Reinéry zitiert. „Sie haben die Möglichkeit, Vorschläge, Ideen und Visionen für eine zukunftsfähige, lebenswerte Gemeindeentwicklung vorzubringen, sich und ihr Engagement einzubringen, sich aktiv am Prozess der Förderung, an Zukunftsgestaltung unserer Gemeinde zu beteiligen.“
Kontakt und weitere Infos

Ansprechpartner für dieses Projekt sind das Fachplanungsbüro Herr Jens Steinhoff, Institut für Regionalmanagement IfR, Elbestraße 10, 45768 Marl, T: 02365 8568260, E-Mail: Steinhoff@ifr-regional.de und für die Gemeinde Kirchhundem Herr Jürgen Fielenbach, Hundemstraße 35, 57399 Kirchhundem, T: 02723 409-39, j.fielenbach@kirchhundem.de.

Weitere Informationen über den IKEK-Prozess und zukünftige Termine auf der Homepage der Gemeinde Kirchhundem www.kirchhundem.de unter der Rubrik Bauen & Wohnen/Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept IKEK.
(LP)

Bildergalerie: IKEK: Strategie für die Weiterentwicklung der Gemeinde Kirchhundem