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Kirchhundem, 17. Februar 2017

Trauzimmer an repräsentativen Standorten

Heiraten soll in Kirchhundem attraktiver werden

Heiraten in Kirchhundem soll attraktiver werden
Symbolfoto: Barbara Sander-Graetz
Kirchhundem. Heiraten soll in Kirchhundem ab Sommer attraktiver werden. Weitere Bausteine auf dem Weg zum fertigen Projekt „Heiraten in Kirchhundem“ wurden in der Ratssitzung am Donnerstag, 16. Februar, beschlossen.

In der Gemeinde steht seit 17 Jahren neben dem Standesamt im Kirchhundemer Rathaus auch eine Vielzahl an Trauzimmern zur Verfügung, in denen Paare den Bund fürs Leben eingehen können. Diese befinden sich in Gastronomiebetrieben in verschiedenen Ortschaften. Da jedoch die meisten davon seit mehreren Jahren kaum in Anspruch genommen werden und die Zahl der Eheschließungen stark zurückgegangen ist, wurde das Projekt „Heiraten in Kirchhundem“ ins Leben gerufen. Auf die Wünsche der Paare eingehen „Wir möchten durch eine Umstrukturierung das Heiraten in unserer Gemeinde wieder attraktiver machen. Dabei müssen wir natürlich darauf eingehen, was die Menschen sich wünschen und was von ihnen angenommen wird“, so Kirchhundems Bürgermeister Andreas Reinéry bei der Ratssitzung. So sei die Zahl der Hochzeiten in Herrntrop beispielsweise stark gestiegen, während andere Trauzimmer gar nicht mehr angefragt würden.

Um diesen veränderten Bedürfnissen Rechnung zu tragen, wurden bereits die Trauzimmer bei mehreren Gastronomiebetreibern gekündigt. Diese Kündigungen bleiben trotz des in der Ratssitzung vorgetragenen Einspruchs der UK-Fraktion bestehen. Die Unabhängigen Kirchhundemer wollten alle bisherigen Außenstellen des Standesamtes beibehalten, was jedoch abgelehnt wurde. Vier neue Außenstellen Außerhalb des Standesamtes im Rathaus sollen Paare in Zukunft auch an vier anderen Standorten heiraten können, die eine besondere Bedeutung für die Gemeinde haben: der Gasthof Elsken steht unter Denkmalschutz, die Gaststätte am Rhein-Weser-Turm repräsentiert das Wahrzeichen Kirchhundems, auf dem Kulturgut Schrabben Hof in Silberg ist das Gemeindeheimatmuseum untergebracht, und das Haus des Gastes in Oberhundem liegt direkt am Kurpark. Die dort zur Verfügung stehenden Trauzimmer sind, im Gegensatz zum Standesamt, barrierefrei. Online-Präsenz Ab dem 1. Juli soll eine Internetplattform verfügbar sein, auf der Firmen, Institutionen und die Kirche ihre Leistungen rund um das Thema Hochzeit vorstellen können, sodass Heiratswillige eine bessere Übersicht über das Angebot haben.

In der Ratssitzung wurde zudem beschlossen, dass die Ratsmitglieder nicht mehr nur über die Fortschritte des Projekts informiert werden sollen, sondern auch darüber beraten und abstimmen können.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

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