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Finnentrop, 14. September 2018

Träger fragt bei Gemeinde an

Neuer Kindergarten für Finnentrop und Bamenohl?

Neuer Kindergarten für Finnentrop und Bamenohl?
Symbolfoto: Unsplash/Kelly Sikkema
Finnentrop. Der Erste Beigeordnete hatte eine gute Nachricht: Die Warteliste für Kindergartenplätze „hat sich nahezu aufgelöst“, sagte Ludwig Rasche am Mittwoch, 12. September, im Ausschuss für Bildung, Soziales und Sport. Dennoch sollen in Bamenohl und Finnentrop neue Plätze geschaffen werden - um gewappnet zu sein.

Ende 2017 hatte der Kreis Olpe gemeldet, dass laut einer Erhebung rund 100 Kindergartenplätze in der Gemeinde Finnentrop fehlten. Zunächst stand die Idee im Raum, in der ehemaligen Jugendherberge Heggen eine Kindergartengruppe mit 25 Kindern unterzubringen.

Das Gebäude ist im Besitz der Gemeinde, nachdem aus der Jugendherberge eine Flüchtlingsunterkunft wurde. Die Trägerschaft für die neue Gruppe sollte der benachbarte Kindergarten Spatzennest übernehmen. Bauliche Erweiterung für „Panama“ Doch den Bedarf an Plätzen gab es nicht in Heggen und nicht im Biggetal, sondern im Lennetal, sprich: in Bamenohl und Finnentrop. Daher wurden Gespräche mit dem Kindergartenelternverein „Panama“  aus Bamenohl-Weringhausen geführt. Hier ist eine bauliche Erweiterung mit der Inanspruchnahme des benachbarten Grundstücks, dessen Eigentümer ebenfalls die Gemeinde ist, geplant.

„Hier werden 20 neue Plätze geschaffen“, so Rasche. „Das sorgt für Entspannung.“ Überhaupt habe sich die Liste der gewünschten Plätze rapide verringert. Mögliche Doppelanmeldungen, Wegzug aus der Gemeinde und eine genehmigte Überbelegung hätten dazu geführt. Neuer KiGa gegenüber der Jupp-Schöttler-Jugendherberge? Bürgermeister Dietmar Heß ergänzte, dass ein Träger auf die Gemeinde zugekommen sei, der einen neuen Kindergarten errichten wolle. „Wir könnten uns so eine Einrichtung im Überschneidungsgebiet Finnentrop/Bamenohl vorstellen“, so Heß. Ein möglicher Standort dafür sei das Grundstück gegenüber der Jupp-Schöttler-Jugendherberge in Bamenohl.

„Das Grundstück ist Eigentum der Gemeinde“, erläuterte der Bürgermeister, „Die Situation ist zwar im Moment entspannt, aber wir müssen für die zukünftige Entwicklung gewappnet sein, und  an diesem Ort macht es aus unserer Sicht auch Sinn.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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