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Finnentrop, 07. November 2018

Ab dem kommenden Jahr

Hundesteuer steigt in der Gemeinde Finnentrop

Die Marke der Gemeinde wird im kommenden Jahr den Hundehalter mehr kosten.
Die Marke der Gemeinde wird im kommenden Jahr den Hundehalter mehr kosten.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Finnentrop. Wenn es nach dem Willen der Ratsmitglieder im Hauptausschuss geht, dann wird im kommenden Jahr die Hundesteuer kräftig ansteigen. Zahlte der Besitzer bis jetzt für seinen Hund 54 Euro im Jahr, sollen es zukünftig 72 Euro werden. Bei sogenannten „gefährlichen Hunden“ steigt der Beitrag um 120 Euro.

Im Jahre 2011 wurde der derzeitige Steuersatz für Hunde festgelegt. Mit 54 Euro war man gleichauf mit der Gemeinde Wenden. Nur die Stadt Attendorn ist mit 48 Euro Hundesteuer günstiger. Nun, so Bürgermeister Heß, wolle man eine Anpassung auf das gegenwärtige Niveau, was in NRW bei 76 Euro liege.

„Zudem ist bei dem durch die Hundehaltung bedingten Kosten der Gemeinde (Hundekotbeutel, Hundekotbeutelspender, Mülleimer, Pflegeaufwand Lennepark u. ä.) ein stetiger Anstieg zu beobachten, wohl wissend, dass dieser Effekt nicht steuerbegründende Berücksichtigung finden darf. Insofern erscheint eine deutliche Anhebung der Steuersätze nach acht Jahren konstanter Steuerbelastung gerechtfertigt…“ heißt es in der Vorlage. Fünf "gefährliche" Hunde in der Gemeinde Kämmerer Josef Baußmann erklärt auf Nachfrage, dass es in der Gemeinde Finnentrop derzeit fünf sogenannte „gefährliche Hunde“ gibt. „Das wollten und wollen wir gezielt mit einer hohen Hundesteuer reglementieren.“

Eine Steuerbefreiung gibt es auch weiterhin für Gebrauchshunde. Auch an den Bedingungen für eine Steuerermäßigung soll sich laut Beschluss nichts ändern. Diese betrifft Wach-und Jagdhunde und Halter, die einen Hundeführerschein vorweisen können.

Christian Vollmert (Freie Wähler), fragte an, ob auch eine Ermäßigung für ältere Menschen, bei denen der Hund der einzige Sozialkontakt ist, möglich ist. Das führte zu der Debatte, was ein älterer Mensch ist und wer dann kontrolliere, ob der Hundebesitzer auch der Halter sei. „Dann melden alle den Hund auf die Oma an“, so Heß. Simone Schulte (CDU) ergänzte, dass ein Hund nun mal koste, nicht nur Hundesteuer, sondern auch Futter und Tierarztkosten. „Da sind die 36 Euro im Jahr dann auch nicht entscheidend.“

Mit der Mehrheit der CDU und SPD Vertreter wurde der Antrag auf Erhöhung der Hundesteuer angenommen und wird nun zur Abstimmung dem Rat vorgelegt.
Hundesteuer im Überblick:
Nur ein Hund wird gehalten: bisher 54 Euro   ab 2019: 72 Euro

Zwei Hunde werden gehalten: bisher 66 Euro ab 2019: 84 Euro je Hund

Drei oder mehr Hunde werden gehalten: bisher 84 Euro je Hund  ab 2019: 108 Euro je Hund

Ein gefährlicher Hund wird gehalten: bisher 180 Euro  ab 2019 300

Zwei oder mehr gefährliche Hunde werden gehalten: bisher 300 Euro je Hund  ab 2019: 450 Euro je Hund
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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