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Finnentrop, 08. September 2017

Neubau des Feuerwehrgerätehauses

FÜR-Fraktion attackiert Gemeinde Finnentrop wegen gestoppter Ausschreibung

FÜR-Fraktion attackiert Gemeinde Finnentrop wegen gestoppter Ausschreibung
Symbolfoto: Sven Prillwitz
Finnentrop. Aus Kostengründen hat die Gemeinde Finnentrop die Ausschreibung für die Erdbauarbeiten zurückgezogen, die für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses erforderlich sind (LokalPlus berichtete). Die Fraktion der Freien Wähler FÜR Finnentrop wirft der Verwaltung vor, mit der Aufgabe „überfordert“ zu sein – und erneuern vor diesem Hintergrund auch ihre Kritik an den Kosten für den neuen „Lennebalkon“.

Die Pressemitteilung der FÜR-Fraktion im Wortlaut: „Im Rahmen des öffentlichen Teils der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 05.09.2017 teilte Bürgermeister Heß auf Nachfrage von Ausschussmitglied Vollmert mit, dass das Ausschreibungsverfahren für die Tiefbauarbeiten für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses der Löschgruppe Finnentrop an der Kopernikusstraße in Finnentrop aufgehoben sei. Aufgrund einer zwischenzeitlich ermittelten Kostensteigerung bei den notwendigen Arbeiten wäre der gesteckte Kostenrahmen nicht einzuhalten. Die für die Baumaßnahme zuständigen Architekten seien beauftragt, neue Berechnungen anzustellen.

Seit nunmehr fast zehn Jahren beschäftigt man sich in Finnentrop mit einem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die örtliche Löschgruppe – bisher leider ohne sichtbaren Erfolg. Während in umliegenden Kommunen in diesem Zeitraum mehrere Feuerwehrgerätehäuser geplant, gebaut und in Betrieb genommen wurden, scheint man in der Gemeinde Finnentrop mit der Aufgabe „Neubau“ überfordert. Dies ist umso bedauerlicher, weil das in die Jahre gekommene Feuerwehrgerätehaus an der Bamenohler Straße in Finnentrop nicht mehr die Anforderungen einer ordnungsgemäßen Unterbringung erfüllt und die Ersatzbeschaffung von modernen Einsatzfahrzeugen für die Löschgruppe aufgrund der baulichen Gegebenheiten beeinträchtigt. „Unendlich erscheinende Planungszeit“ Die innerhalb der unendlich erscheinenden Planungszeit angefallenen Kostensteigerungen schlagen ebenfalls nicht unerheblich zu Buche und führen zu einer zusätzlichen und unnötigen Verteuerung des Projektes.

Während man nunmehr über 100.000 Euro aus der Gemeindekasse u.a. für einen überflüssigen „Lennebalkon“ ausgegeben hat, steht für eine Realisierung des Projektes „Feuerwehrgerätehaus Finnentrop“, auf dem von der Verwaltung favorisierten WunschStandort mit seinen topographischen Besonderheiten, offensichtlich zu wenig Geld zur Verfügung.“
(LP)

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