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Finnentrop, 13. Januar 2017

Neujahrsempfang der Gemeinde Finnentrop

Dietmar Heß stellt Planungen für 2017 vor

Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß.
Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Finnentrop. Der Ratssaal war am Donnerstagabend, 12. Januar, gut besucht: Mehr als 100 Vertreter der heimischen Wirtschaft, der Kreditinstitute und aus der Kommunalpolitik sowie der Vereine, Kirchen, Schulen und Ärzteschaft hat Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß beim Neujahrsempfang begrüßt.

Beim Rückblick auf das vergangene Jahr standen für Heß neben dem Aufstieg der AfD, dem Brexit, Donald Trump, dem Bürgerkrieg in Syrien und der Einschränkung der demokratischen Rechte in der Türkei die Flüchtlingskrise im Mittelpunkt. Und nicht zuletzt die Terroranschläge in Berlin und ganz Europa. „Trotzdem bleibt Deutschland eine der sichersten Demokratien dieser Welt. Und man darf auch nicht vergessen, dass diese düsteren Meldungen nur einen Teil der Realität abbilden. Gerade uns in Deutschland geht es wirtschaftlich und ideell betrachtet doch insgesamt sehr gut“, gab Heß zu bedenken.

Der Bürgermeister verwies darauf, dass die Arbeitslosenzahlen zuletzt vor 25 Jahren so niedrig gewesen seien, auf sprudelnde Steuereinnahmen und eine robuste Konjunktur. Zudem sei Deutschland 2016 erneut Konjunkturweltmeister gewesen. „Wo Krisen und Herausforderungen sind, tritt oftmals auch viel Positives zu Tage“, so Heß. Das zeige sich besonders bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise. Kauft die Gemeinde die Jugendherberge? Auch in der Gemeinde Finnentrop habe es im vergangenen Jahr gute und schlechte Nachrichten gegeben. Der Tod von des Ehrenbürgers und ehemaligen Gemeindedirektors Ernst Vollmer im März etwa habe alle traurig gestimmt, die ihn und seine Arbeit kannten und schätzten. Erfreulich hingegen sei die Bewältigung der Flüchtlingskrise im Kreis Olpe und in Finnentrop gewesen, so Heß. Viele haupt- und ehrenamtliche Helfer hätten dazu beigetragen. Besonders das Projekt „Netzwerk Integration“ habe dabei geholfen.

„Die Jugendherberge Heggen war uns dabei eine wertvolle Hilfe“, so Heß. „Wir bedauern, dass wir den Beherbergungsvertrag aus finanziellen Gründen nicht verlängern konnten und der Betrieb deshalb Endes des Monats ausläuft. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Gemeinde den Komplex zurück erwirbt. Offen ist aber eine zukünftige Nutzung des Gebäudes oder besser des Geländes.“ Investitionen in Höhe von 8,9 Millionen Euro geplant Erfreut zeigte sich Heß über die Fertigstellung des Lenneparks und die Fortschritte im Bahnhofsbereich und beim Ausbau des Radwegenetzes. „Unsere Planung für 2017 sieht Investitionen in Höhe von 8,9 Millionen Euro vor.“ Das seien 520 Euro pro Kopf. Der Landesdurchschnitt liege bei 170 Euro.

Das Integrierte Handlungskonzept, die energetisch und optische „Aufpäppelung“ des ersten Gebäudes der Bigge-Lenne Gesamtschule sowie die Errichtung zweiter Kreisverkehr gehörten genauso in den Ausblick wie das neue Feuerwehrgerätehaus, neue Nutzungsmöglichkeiten für den Metten-Komplex in der Tallage, die Strukturförderung der Dörfer im Rahmen des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) sowie die neue Begegnungsstätte im ehemaligen Hotel Cordes. Ein besonderer Gruß ging an Leif Gunkel, der aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein konnte. Nachdem im vergangenen Jahr das Ehepaar Ejob Solomun und Mealat Yemane Hagos beim Silvesterlauf von Werl nach Soest den ersten und zweiten Platz belegt hatte, ging in diesem Jahr mit Leif Gunkel, gebürtig aus Fretter, wieder ein Sportler aus der Gemeinde Finnentrop als Erster über die Ziellinie.  

Musikalisch sorgte Solistin Magdalena Libera für Begeisterung. Die 17-Jährige Schönholthauserin hat neben Schule und Ausbildung eine dreijährige Oberngesangsausbildung bei Gabriel Fuchs-Rinscheid absolviert und zog mit ihrer Stimme die Gäste in ihren Bann.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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