Nachrichten Politik
Finnentrop, 11. Juli 2019

CDU erteilt Antrag der Freien Wähler Finnentrop zum ÖPNV eine Absage

Der Bus kommt- aber nicht immer.
Der Bus kommt- aber nicht immer.
Symbolfoto: Prillwitz
Finnentrop. Der Antrag der Freien Wähler Finnentrop, die Verbindungsqualität des ÖPNV in der Gemeinde Finnentrop zu ermitteln, mögliche Handlungsstrategien zu entwickeln und einen kundenorientierten Nahverkehrsplan auszurichten, wurde in der Ratssitzung am Dienstag, 9. Juli, abgelehnt.

Zuvor hatte Ralf Helmig (CDU), diesen wieder als einen typischen „Schaufensterantrag“ der Freien Wähler bezeichnet. Der Antrag biete nicht nur keine Lösungen, er spreche auch nicht mal ein konkretes Problem an, binde aber Mitarbeiterkapazitäten in der Verwaltung und koste eventuell auch noch Geld, ohne dass dieses überhaupt ihre Aufgabe sei, so der Fraktionsvorsitzende. Zuständigkeit liegt beim Kreis „Die Nahverkehrspläne für die Gemeinde Finnentrop sowie die gesamte Region werden vom Kreis Olpe und dem ZWS aufgestellt. Der Kreis Olpe und der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd stellen den Nahverkehrsplan natürlich nach den Bedürfnissen sowie Bedarfslage der Bevölkerung, aber auch orientiert an einer möglichst hohen Wirtschaftlichkeit und unter Gesichtspunkten des Klimaschutzes auf“, so Helmig weiter. Nachtbus gescheitert Als Beirat habe die Kommune 2016 zu den Verkehrsplänen im Kreis letztmalig dazu eine einstimmige Stellungnahme abgegeben. „Der Versuch eines Nachtbusses zur Verbindung der größeren Städte und Orte im Kreis Olpe ist vor einigen Jahren krachend gescheitert, da waren nicht einmal die Fensterplätze besetzt, der Nachtbus hat neben dem Busfahrer nur heiße Luft transportiert.“

Des Weiteren werde der ÖPNV in der Gemeinde Finnentrop durch sogenannte „Anruf-Linien-Taxis“ und natürlich den Bürgerbus, der allerdings nur Linie fahren darf, die nicht vom ÖPNV bedient werden, sinnvoll ergänzt. Pkw bleibt Favorit „Die notwendige Flexibilität und das Gebot der Wirtschaftlichkeit auch im ÖPNV lassen derzeit einen Verzicht auf den PKW als Hauptfortbewegungsmittel im ländlichen Raum nicht erwarten“, stellte Helmig klar. „Der private Pkw besitzt hier deutliche Vorteile durch eine weitgehend flächendeckende Erschließung des Raumes und jede beliebige Verbindung.“

Gleichwohl beobachte der Rat der Gemeinde Finnentrop mit nachhaltigem Interesse Modellprojekte im ländlichen Raum wie Carsharing, Dorfautos oder gar autonomes Fahren, die teilweise auch Projekte in der Regionale 2025 sein werden. „Möglicherweise stehen diese Entwicklungen für eine flexiblere und wirtschaftlichere Form der Fortbewegung auch in ländlichen Regionen.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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