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Finnentrop, 20. September 2016

Neue Feuerwache wird durch geänderte Raumanordnung 250.000 Euro günstiger

Aus netto wird brutto

Neubau des Feuerwehrgerätehauses wird günstiger
Symbolfoto: Nils Dinkel
Finnentrop. Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses am Killeschlader Weg in Finnentrop wird günstiger: Eine veränderte Raumanordnung führt zu einer Verkleinerung des Bauwerksvolumens und zu einer Kostensenkung um rund 250.000 Euro. Der Gemeinderat stimmte dem neuen Entwurf am Dienstagabend, 20. September, einstimmig - bei zwei Enthaltungen aus Reihen der Freien Wähler - zu.

Die Architekten Marie Luise Wiethoff und Bertolt Luke hatten die neuen Pläne für die Feuerwache zuvor im Ratssaal präsentiert. Danach sind Lagerräume und Werkstätten laut Luke „zurück ins Gebäude verlegt“ und der Waschplatz für die Einsatzfahrzeuge inklusive des Dekontaminationsbereichs von der Fahrzeughalle weg verschoben worden. Neu ist außerdem ein zweites Geschoss für den mittleren Teil der Rettungswache, in dem ein Raum für die Jugendfeuerwehr entstehen soll. Dadurch wiederum fallen ursprünglich vorgesehene Hangarbeiten für Kellerräume weg. Insgesamt reduziert sich das Bauvolumen von 8804 auf 5965 Kubikmeter.

„Damit haben wir allein durch das verringerte Bauwerksvolumen 250.000 Euro eingespart“, sagte Luke. Zwar bedeutet der Neubau des Feuerwehrgerätehauses für die Gemeinde noch immer Kosten in Höhe von 1,9 Millionen Euro; dabei handle es sich nun aber nicht mehr um den Netto-, sondern um den Bruttobetrag inklusive Mehrwertsteuer, erklärte Luke. Sowohl die Fläche der Rettungswache, die bereits gebaut wird, als auch das Areal für die geplante Feuerwache böten darüber hinaus noch „genügend Spielraum“ für zukünftige bauliche Erweiterungen. Heß: Bagger könnten 2017 rollen In der Vorwoche hatten die Architekten und die Gemeindeverwaltung der Löschgruppe Finnentrop die neuen Pläne vorgestellt. Bürgermeister Dietmar Heß berichtete in der Ratssitzung von einer „sehr positiven Grundstimmung“ und sprach im Vergleich zur Ursprungsplanung von „erheblich niedrigeren“ Kosten. Mit der Zustimmung des Rates zur „baugenehmigungsreifen Planung“ sei ein weiterer Punkt im laufenden Prozess erreicht, mit dem es jetzt in die Detailplanung gehen soll. „Ich hoffe, dass wir dann nächstes Jahr die Bagger rollen lassen können“, so Heß.

Dass auch in der neuen Feuerwache ein separater Raum für den Nachwuchs der Finnentroper Rettungskräfte entstehen soll, bezeichnete Fachbereichsleiter Ludwig Rasche als „Investition in die Zukunft und die Nachwuchsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr“. Ein zweites Geschoss mache zudem auch aus bautechnischen und ästhetischen Gründen Sinn.
Haushalt 2015: Minus von 1,65 Millionen Euro

Die Gemeinde Finnentrop hat das Haushaltsjahr 2015 mit einem Minus von rund 1,65 Millionen Euro abgeschlossen. Der Gemeinderat stimmte bei zwei Gegenstimmen der Freien Wähler dafür, den Fehlbetrag mit einer Entnahme aus den allgemeinen Rücklagen zu decken und Bürgermeister Dietmar Heß zu entlasten.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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