Nachrichten Politik
Finnentrop, 14. Februar 2019

Brecheranlage Frielentrop

Anwohner sind in Sorge

Massiver Widerstand gegen die mögliche Brecheranlage.
Massiver Widerstand gegen die mögliche Brecheranlage.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Frielentrop. Widerstand regt sich bei den Bewohnern in Frielentrop und Lenhausen. Der Antrag, der am Donnerstag, 7. Februar, im Umwelt-, Bau-und Planungsausschuss auf den Tisch kam, eine Brecheranlage im Industriegebiet Frielentrop zu errichten, macht den Frielentropern und Lenhausern, sowie den Gewerbetreibenden in direkter Nachbarschaft Sorgen. Bei einem Pressetermin machten sie ihrem Ärger Luft und präsentierten ihre Argumente gegen diese Ansiedlung.

Alois Sieler fasste die Meinung der rund 35 Anwesenden zusammen. „Sollte hier eine Brecheranlage hinkommen, verkauft die Gemeinde Finnentrop ihr letztes verfügbares Grundstück für Gewerbe und Industrie an eine Deponie. Diese Anlage ist völlig fehl am Platz. Sie schafft keine neuen Arbeitsplätze. Hier sollte ein Betrieb angesiedelt werden, bei dem mindestens zehn bis 15 neue Arbeitsplätze entstehen. Eine Brecheranlage gehört in einen Steinbruch.“

Fretter sehen die Betroffenen dabei als einen möglichen Standort. „Auch wenn Fretter nicht so nah ist und das Gelände in Privatbesitz ist, wäre es Aufgabe der Gemeinde, mit dem Besitzer zu sprechen. Wir fühlen uns hier zugeschnürt. Lenhausen und Frielentrop ist der Industrie geopfert worden. Wir selber können uns privat nicht mehr ausdehnen.“  Staub und Schmutz Otto Hoffmann, Werksleiter der benachbarten Firma Kauth, macht sich Sorgen um den Staub und Schmutz auf den Straßen, der sowohl beim Anfüllen des Geländes wie auch später beim An- und Abfahren des Materials und des Zerkleinerns entstehen wird. Dem konnte sich auch Heinz-Dieter Fisbach, Geschäftsführer der Firma Strobo anschließen: „Wir verladen an der offenen Tür Teile für die Autoindustrie. Da gelten höchste Ansprüche an die Reinheit. Wenn erst angefahren und dann zerkleinert wird, wäre der dabei entstehende Staub ein Problem für uns.“ Gerichtliche Schritte Direkt unter dem Grundstück hat Stefan Zimmer seine Firma „Zimmer Digital & Print“ angesiedelt. „Bei der steilen Böschung, die angefüllt werden soll, habe ich Sorge bezüglich Steinschlag auf das Gebäude und auch auf die Autos. Und es stellt sich die Frage, wer sichert die Deponie oder wird das eine schwarze Deponie, wo bei Nacht und Nebel alle möglichen Abfälle, auch von Unbefügten, hingefahren werden.“

Er selber zeigt sich enttäuscht, dass er als Anwohner nicht gefragt worden ist. „Mit welcher Brecheranlage hat man die ermittelten Immissionswerte erstellt“, so die weiteren Überlegungen von Stefan Zimmer, „Da gibt es kleine und große. Und was heißt sporadisch? Wie viele Tage und wie lange wäre die Anlage im Einsatz.“ Er selber hat seine Firma so ausgelegt dass eine Photovoltaik Anlage zukünftig für Energie sorgen sollte. „Aber bei dem zu erwarteten Staub kann ich das vergessen.“

Auch die Vibrationen machen ihm Angst. „Ich arbeite mit empfindlichen Druckmaschinen. Die sind nicht kompatibel mit Brecheranlagen.“ Stefan Zimmer hat auch einen Brief an den Bürgermeister geschrieben, wo er seine Sorgen zu Papier gebracht hat. „Sollte der Rat der Gemeinde Finnentrop sich für eine Ausnahmegenehmigung entscheiden, behalte ich mir weitere rechtliche Schritte vor.“
Auf diese Höhe müsste das Gelände angefüllt werden.
Die Frielentroper Bewohner ärgern sich über noch mehr Verkehr auf der Industriestraße. „Unsere Kinder können schon jetzt bei dem vielen Verkehr nicht allein zur Bushaltestelle gehen“, weiß Andreas Sieler. „Dann werden noch mehr Lkws durch Frielentrop fahren.“

Und auch die Lenhauser sind voller Sorge. „Der Schall geht direkt rüber zu uns auf dem Lehmberg“, sorgt sich Alois Sieler. Während andere Grundstückskäufer laut Bebauungsplan verpflichtet waren, innerhalb von vier bis fünf Jahren eine Halle auf ihrem Grundstück zu errichten, will man jetzt beim letzten Grundstück eine Ausnahme herbeiführen. Das sorgt für Unverständnis bei allen. Nun hoffen sie, dass der Rat in seiner Sitzung am Dienstag, 19. Februar, die Ausnahmegenehmigung für die Brecheranlage nicht erteilen wird.

Der potentielle Käufer und Aufsteller der Brecheranlage war zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu einer Stellungnahme bereit.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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