Nachrichten Politik
Drolshagen, 01. Dezember 2017

Zusammenlegung der Datenzentralen

Rat Drolshagen stimmt für Südwestfalen-IT-Fusion

Rat Drolshagen stimmt für Südwestfalen-IT-Fusion
Symbolfoto: © xiaoliangge / Fotolia
Drolshagen. Qualitative Verbesserungen und wirtschaftlicheres Arbeiten. Das erwarten die Kommunen von der Fusion der kommunalen Datenzentrale Westfalen-Süd (KDZ) und der KDVZ Citkomm zur Südwestfalen-IT (SIT). Die Stadtverordnetenversammlung Drolshagen nahm einstimmig von der beabsichtigten Fusion Kenntnis. Sie bestimmte zudem Bürgermeister Ulrich Berghof zum künftigen Vertreter in der SIT-Verbandsversammlung. Er ist verpflichtet, den mit der Fusion erforderlichen Beschlüssen zuzustimmen.

Zuvor hatte Thomas Coenen, Geschäftsführer der KDZ, den Ratsmitgliedern die Ziele und die bisherigen Schritte zur Fusion der beiden kommunalen Datenverarbeiter erläutert. Neben qualitativen Verbesserungen führte er insbesondere Synergieeffekte als Grund für die Fusion an. Insgesamt belaufe sich das Einsparpotential auf 3,6 Millionen Euro. Neben einer neuen Finanzsoftware für die Kommunen erstreckt sich der Bereich der Dienstleistungen unter anderem auf die Einrichtung von Bürgerkonten, die auch beim Umzug erhalten bleiben und Verwaltungsaufwand reduzieren sollen bis zur Digitalisierung in den Schulen.

Das, so Bürgermeister Ulrich Berghof, seien Angebote, „die wir uns als Anwender gewünscht haben.“ Berghof geht davon, dass es auch zur geplanten Fusion kommen wird. Digitalisierung auch Thema der Regionale 2025 Coenen hatte darauf hingewiesen, dass mit der KDZ und der KDVZ zwei IT-Dienstleister in Südwestfalen seit Jahrzehnten ihre Verbandsmitglieder bedient hätten. Bei den IT-Dienstleistungen gebe es eine starke Tendenz zur Zentralisierung. Als Gründe gälten die zunehmende Cyberkriminalität, aber auch komplexer werdende Kommunikationsbeziehungen und neue Geschäftskonzepte. So müssen die Kommunen im Zuge des E-Governments neue IT-Systeme einführen. Die Bündelung der Rechnerleistung in der künftigen SIT gilt dabei als ein erster Schritt.

Das Rechenzentrum soll in Siegen angesiedelt sein. Der neue Verband werde seine Rolle in der kommunalen IT  des Landes festigen und ausbauen, heißt es in der Sitzungsvorlage. Und weiter: „Die SIT wird zur Innovationskraft der kommunalen IT in Südwestfalen.“ Die Region stehe damit für Innovationskraft und Fortschritt im Land NRW. Digitalisierung ist auch zentrales Thema für die Regionale 2025, für die Südwestfalen bereits den Zuschlag erhalten hat. Sauer- und Siegerland sollen damit zur Modellregion in Sachen Digitalisierung werden.
Ein Artikel von Rüdiger Kahlke

Bildergalerie: Rat Drolshagen stimmt für Südwestfalen-IT-Fusion