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Drolshagen, 25. November 2016

Kurz-Vorstellung in Stadtverordneten-Versammlung

Leader-Managerinnen wollen Region pushen

Bettina Doll und Natascha Kempf-Dornseifer stellten in der Drolshagener Stadtverordneten-Versammlung am Donnerstag das regionale Förderprogramm Leader vor.
Bettina Doll und Natascha Kempf-Dornseifer stellten in der Drolshagener Stadtverordneten-Versammlung am Donnerstag das regionale Förderprogramm Leader vor.
Foto: Rüdiger Kahlke
Drolshagen. Mitmachen können Personen, Institutionen oder Unternehmen – eigentlich jeder. Für Projekte gibt es maximal eine Förderung in Höhe von 350.000 Euro. In Stichworten stellte Leader-Managerin Bettina Doll in der Stadtverordneten-Versammlung am Donnerstag das regionale Förderprogramm, das jetzt richtig Fahrt aufnehmen soll, vor.

Gemeinsam mit Natascha Kempf-Dornseifer, die sich als „Sauerländer Kind“ und „bestens vernetzt in der Region“ vorstellte, warten die Leader-Managerinnen auf Vorschläge. Das Programm, das sich aus EU- und aus Landesmitteln speist, gibt es bereits seit 1991. Neu im Kreis der deutschlandweit 321 Leader-Regionen sind auch die Kommunen Drolshagen, Olpe, Wenden und Attendorn. Unter dem Motto „BiggeLand - Echt. Zukunft“ wollen sie Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raumes auf den Weg bringen.

„Projekte sind noch in Vorbereitung“, sagte Bettina Doll, die aus Franken ins Sauerland gekommen ist. Im August ist das Projekt angelaufen. Weitere Vorschläge können die Bürger in der Region rund um den Biggesee einbringen. Bürgermeister Ulrich Berghof hofft, dass aus dem Programm viel rauszuholen ist, „um die Region für die Menschen hier und die Besucher hier attraktiver gestalten zu können.“ Bürger-Info im Hützemerter Bahnhof Die nächste Gelegenheit dazu besteht am Dienstag, 29. November, ab 18 Uhr im Hützemerter Bahnhof. Dann wollen die Leader-Managerinnen das Förderprogramm vorstellen und sehen, welche Vorschläge die Bürger einbringen. Sie werden beratend tätig oder bieten Hilfestellung bei den Förderanträgen. Beispiele hatten die beiden Managerinnen auch „im Gepäck“. Dazu gehörten eine rollende Zahnarztpraxis, um auch im ländlichen Raum eine Versorgung für weniger mobile Menschen sicherzustellen oder ein internationale Chorprojekt.

In der Sitzung beschlossen die Stadtverordneten zudem, dem Vorhaben der fünf südwestfälischen Kreise zuzustimmen, sich erneut um die Ausrichtung der Regionale zu bewerben. Mögliche „Fenster“: 2022 oder 2025. Das Förderprogramm habe es geschafft, Südwestfalen attraktiver zu machen, warb Bürgermeister Ulrich Berghof für das Nachfolge-Projekt zur Regionale 2013.
Ein Artikel von Rüdiger Kahlke

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