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Drolshagen, 13. Mai 2017

„Wolfsburger Erklärung“

Angelika Schlicht: "Gleichstellungspolitik wichtig für Zukunftsfähigkeit"

Foto: privat
Drolshagen. 400 Frauen haben an der 24. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten teilgenommen. Auch Angelika Schlicht, Demografie- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Drolshagen, war dabei.

„Gelingende Gleichstellungspolitik ist einer der entscheidenden Faktoren für die Zukunftsfähigkeit der Kommunen. Arbeitswelt und Gesellschaft ändern sich rasant. Die Auswirkungen davon sind als erstes in den Kommunen zu spüren. Schon heute, in Zeiten des  beginnenden Fachkräftemangels und der Konkurrenz um Arbeitskräfte, spielen Themen wie familien- und pflegefreundliche Arbeitsmodelle, die den Bedürfnissen von Männern und Frauen gleichermaßen gerecht werden, eine große Rolle. Lebenswerte Kommunen werden zunehmend solche sein, die die Ansprüche von allen Einwohnern und Einwohnerinnen berücksichtigen: In der Stadt- und Verkehrsplanung, im Mitspracherecht in Politik und Verwaltung und in der Besetzung von Führungspositionen“, sagt Angelika Schlicht. „Wolfsburger Erklärung“ verabschiedet Auf der Bundeskonferenz haben ca. 400 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte die „Wolfsburger Erklärung“ verabschiedet. Darin fordern sie unter anderem eine verbindliche und hauptamtliche Gleichstellungsarbeit für alle Kommunen und bundesweit einheitliche Standards für die Gleichstellungspolitik vor Ort. Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sind mit ausreichenden Ressourcen und Rechten auszustatten. In allen kommunalpolitischen Entscheidungen müssen die Lebenswirklichkeiten von Männern, Frauen, Jungen und Mädchen berücksichtigt werden. Voraussetzung dafür ist auch, dass mehr Frauen in politischen Gremien vertreten sind.

„Die Erfahrung zeigt: Freiwillig passiert das nicht. Deshalb braucht es eine Quotierung in allen entscheidenden politischen und wirtschaftlichen Gremien. Gerade in Zeiten von erstarkenden populistischen Tendenzen besteht die Gefahr des gesellschaftlichen Rückschrittes. Dieser geht besonders zu Lasten von Frauen und Mädchen. Gleichberechtigte Rollenbilder treffen so auf Konzepte, die wir längst als veraltet geglaubt hatten“, so Angelika Schlicht abschließend.

Neben den ernsthaften Themen kam auch der Humor nicht zu kurz. Auf youtube präsentieren die Gleichstellungsbeauftragten ihren neuen Film: „Agentinnen des Wandels.“
(LP)

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