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Attendorn, 28. November 2017

Bildungsausschuss

SPD Attendorn enttäuscht über abgelehnten Stipendien-Antrag

SPD Attendorn enttäuscht über abgelehnten Stipendien-Antrag
Symbolfoto: Sven Prillwitz
Attendorn. Doppeltes Nein für einen SPD-Antrag zum Thema Schülerstipendium: Der Attendorner Bildungsausschuss hat jetzt sowohl das Erstellen eines städtischen Konzepts und Finanzierungsmodells abgelehnt als auch eine Prüfung für mögliche Kooperationen. Letzteres ruft bei den Sozialdemokraten der Hansestadt Unverständnis hervor.

Den im September eingereichten Antrag auf ein städtisches Modell für Schülerstipendien im Ausland hatte die SPD-Fraktion damit begründet, dass Jugendliche damit ihre Sprachkenntnisse und ihren Erfahrungsschatz erweitern könnten. Wegen der geringen Anzahl und – bei kommerziellen Anbietern – hohen Kosten von Stipendien wäre ein städtisches Konzept mitsamt finanzieller Unterstützung ein „öffentlichkeitswirksames Zeichen, um damit als Kommune attraktiver für junge Menschen und Familien zu werden“, argumentierten die Sozialdemokraten damals.

Ein Vorhaben, das Bürgermeister Christian Pospischil als grundsätzlich reizvoll, nach einer Prüfung aber als letztendlich nicht realisierbar einstufte – unter anderem mit Verweis auf den damit verbundenen erheblichen personellen und auch juristischen Aufwand. Eine Argumentation, der sich im Bildungsausschuss auch die SPD anschloss: Der Antrag wurde einstimmig abgelehnt. „Das ist eine vergebene Chance" Was die SPD hingegen nicht nachvollziehen konnte: Auch der Alternativvorschlag ist jetzt endgültig vom Tisch. Der Antrag sah vor, „mit Institutionen, die bereits professionell Stipendien vergeben und abwickeln, Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu sondieren“. Entsprechende Gespräche sollte Bürgermeister Pospischil führen. Ergebnis der Abstimmung: Fünf Stimmen dafür, fünf Stimmen dagegen.

Damit gilt der Antrag als abgelehnt. „Wir können nicht verstehen, dass die Verwaltung noch nicht einmal prüfen darf. Das ist eine vergebene Chance, möglicherweise mit der Industrie und weiteren Kooperationspartnern ein Modell für Attendorn zu entwickeln“, formulierte Günter Schulte die Enttäuschung der SPD.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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