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Attendorn, 12. Mai 2017

Pospischil: Stadt im Wandel

NRW-Finanzminister Walter-Borjans zu Gast in Attendorn

NRW-Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans (3. von links) wurde unter anderem von Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil (links) empfangen.
NRW-Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans (3. von links) wurde unter anderem von Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil (links) empfangen.
Foto: privat
Attendorn. NRW-Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans hat der Hansestadt Attendorn jetzt einen Besuch abgestattet. Im Fokus standen die Baumaßnahmen der Innenstadtentwicklung, die in vollem Gange sind. Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung, darunter Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil, Kämmerer Klaus Hesener sowie der Baudezernent der Stadt, Carsten Graumann, nahmen an dem Termin teil.

Bürgermeister Christian Pospischil richtete zunächst ein Grußwort an die Gäste. Attendorn sei „dreimalig einmalig“ – durch seine Natur, seine Brauchtumspflege und seine florierende Wirtschaft. Mit Biggesee, Biggeblick, der Attahöhle und dem Ebbegebirge habe Attendorn viel Erholungswert und sei auch touristisch gut aufgestellt und in Sachen Brauchtumspflege. Davon lebe die Stadt und profitiere von den Steuereinnahmen. Verkehrstechnisch sei man nicht so gut aufgestellt, wie in den Ballungsgebieten, daher sei eine gute Stadtentwicklung besonders wichtig, gerade auch mit Blick auf den Fachkräftemangel.

In Attendorn würden laut Pospischil in den Jahren 2015 bis 2023 Investitionen von 30 Millionen Euro getätigt. Die erhoffte Förderung läge bei 50 Prozent. 10 Millionen Euro seien im letzten Jahr an Zuschüssen durch die Städtebauförderung geflossen. In diesem Jahr sei der Fördertopf überzeichnet, doch er hoffe, dass Attendorn berücksichtigt werde. Auch wenn man mit der schmerzhaften Abgabe der Abundanzumlage hadere, so freue er sich doch, dass aus Fördermitteln wie dem LEADER-Projekt oder der Regionale Investitionen z. B. in die Barrierefreiheit oder die Digitalisierung fließen könnten, die für Attendorn ein Stück Lebensqualität bedeuteten, sagte Pospischil. Walter-Borjans kennt Wert ländlicher Regionen Norbert Walter-Borjans betonte, den Wert der ländlichen Regionen zu kennen, die wirtschaftlich „richtig gut aufgestellt“ seien. Zu Beginn seiner Ausführungen forderte der Minister eine gerechtere Behandlung von NRW auf Ebene der Bund-/Länderfinanzierung. NRW habe viel Wandel erlebt und diesen im Vergleich mit anderen Regionen gut gemeistert. „Die Kommunen brauchen einen erheblichen Teil des Geldes, um für Kosten aufzukommen, die im Bund beschlossen wurden.“

Der Vorsprung einer gut organisierten ländlichen Region müsse gestärkt werden. Im flexiblen Internet und in der fortschreitenden Digitalisierung sieht Walter-Borjans neue Chancen für den ländlichen Raum. Der Minister betonte, dass das Gemeinwesen auf verlässliche Einnahmen angewiesen sei, um in Bildung, Soziales, Infrastruktur, Sicherheit und Kultur zu investieren. Aus sozialdemokratischer Sicht sei es zudem wichtig, dass es beim Steuerzahlen gerecht zugehe.
(LP)

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