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Attendorn, 26. Oktober 2017

CDU-Ortsverband Attendorn organisiert Diskussionsrunde

Mehr Kultur für Jugendliche, mehr Unterstützung für Vereine

Hielten erst Impulsvorträge und diskutierten dann mit: Kulturamtsleiter Frank Burghaus (rechts) und Sascha Koch, Hauptmann der Attendorner Schützen.
Hielten erst Impulsvorträge und diskutierten dann mit: Kulturamtsleiter Frank Burghaus (rechts) und Sascha Koch, Hauptmann der Attendorner Schützen.
Foto: privat
Attendorn. Der Einladung des CDU-Ortsverbandes Attendorn, die Kultur in der Hansestadt in den Fokus einer Diskussionsrunde zu setzen, war am Samstagabend, 21. Oktober, eine Vielzahl engagierter Kulturtreibender und kulturell Interessierter gefolgt. und traf sich am Samstagabend in der Gaststätte des Alten Bahnhofs. Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, Thorsten Wurm, begrüßte im Alten Bahnhof unter anderem Frank Burghaus, Leiter des städtischen Kulturamts, und Sascha Koch, Hauptmann der Schützengesellschaft Attendorn.

Die beiden Gäste hielten zunächst jeweils einen Impulsvotrag zum Thema Kultur, ehe es in die Diskussion ging. Und es entwickelte sich ein sehr lebhafter und aufschlussreicher Austausch zwischen Vertretern der verschiedensten Kulturbereiche, den Vereinsvorständen und den Nutznießern von Kultur.

Hervorgehoben wurde die mittlerweile sehr hohe Anzahl und vielfältige Palette der Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen, die allerdings von der Bevölkerung häufig nur unzureichend wahrgenommen würden – leider, waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig. Ob das vorhandene Angebot tatsächlich alle Bereiche von Kultur erfasst, wurde streitig diskutiert. Einigkeit bestand unter den Anwesenden jedoch, dass es mehr jugendrelevante Kulturangebote in der Hansestadt brauche – und zwar dringend. Wilkmann: Vereine sind und sichern Kultur Ein weiteres Ergebnis der Diskussion: Neben der Stadt seien es besonders die zahlreichen Vereine, die für eine Vielfalt an Kultur sorgen und auch deshalb besonders von der Kommune und der Polititik gefördert werden sollten. Allein ihr Bestehen und die große Bandbreite des Vereinslebens sei immerhin schon Kultur, sagte Barbara Wilkmann, Vorsitzende des Kulturringes und Kammerorchesters Attendorn.
Dann ging es um die Sorgen und Nöte von Vereinen: Nachwuchsprobleme, die Finanzierung laufender Ausgaben und von Veranstaltungen, zunehmend komplizierte und komplexe Auflagen, die bei größeren Veranstaltungen einzuhalten sind, sowie erhebliche Schwierigkeiten, geeignete Veranstaltungsräume mit notwendiger technischer Ausstattung und einladender Atmosphäre zu finden. Entsprechende Räumlichkeiten gerade in der Innenstadt müssten endlich geschaffen werden, insofern erwarte man mit Spannung die Auswertung der von der Stadt erhobenen Befragung zur möglichen Nutzung des Bahnhofs durch die Vereine und das Jugendzentrum, so das Fazit der Gesprächsrunde zu diesem Themenkomplex. Vernetzung auch über Stadtgrenzen hinaus Und als umfassende Bilanz des Abends wurde festgehalten, dass alle Kulturtreibenden zukünftig näher zusammenrücken und sich entsprechend vernetzen müssten – sowohl innerstädtisch als auch überregional. Neben einem zentralen und leicht zugänglichen Überblick über alle Veranstaltungen sollte ein Kulturtreffen wie dieses zur regelmäßigen Einrichtung werden. 

Bevor diskutiert wurde, hatte der 14-jährige Gitarrist Cristian Marconi, Schüler der hiesigen Musikschule und Preisträger  bei „Jugend musiziert“ den Abend und gab eine rockige Kostprobe seines Könnens an der E-Gitarre. Unter den Gästen war sogar „Angela Merkel“ alias Ursula Wanecki.
(LP)

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