Nachrichten Politik
Attendorn, 19. Oktober 2016

Traditionelle Herbstwanderung der Senioren Union

Kritische und zufriedene Worte

Attendorns CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Teipel, der stellvertretende Fraktionsvorsitzender Rolf Schöpf, der Chef der Senioren Union, Reinhard Henze sowie MdB Matthias Heider und Attendorns CDU-Chef Sebastian Ohm (von links).
Attendorns CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Teipel, der stellvertretende Fraktionsvorsitzender Rolf Schöpf, der Chef der Senioren Union, Reinhard Henze sowie MdB Matthias Heider und Attendorns CDU-Chef Sebastian Ohm (von links).
Foto: privat
Attendorn. Die traditionelle Herbstwanderung führte die Attendorner CDU Senioren Union von Grevenbrück durch das Repetal nach Mecklinghausen. Neben den rund 70 Gästen begrüßte der Vorsitzende Reinhard Henze am Ende der Wanderung im Hotel Schnepper auch politische Prominenz aus Attendorn und Berlin.

Wolfgang Teipel, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Attendorn, nahm in seinen Ausführungen Bezug auf die letztjährige Auflage der Veranstaltung. „Vieles von dem, was ich Ihnen beim letzten Mal vorgetragen habe, ist mittlerweile umgesetzt." Als Beispiele für die positive Entwicklung führte der Fraktionschef unter anderem die Parkpalette Feuerteich, den Kreisel am Ennester Tor und die derzeit im Bau befindlichen Straßenprojekte an. Aber auch „heiße Eisen“ wie die Parksituation sprach der Christdemokrat an. Zudem machte Teipel deutlich, dass die CDU die zunehmende finanzielle Belastung Attendorns durch die rot-grüne Landesregierung strikt ablehne.

Sebastian Ohm, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, pflichtete Teipel uneingeschränkt bei. „Es kann nicht sein, dass wir uns in Attendorn kein Freibad leisten, wir aber durch die Abundanzumlage die Freibäder finanzklammer Städte im Ruhrgebiet, die über ihre Verhältnisse wirtschaften, mitfinanzieren", so Ohm. Der Parteichef stimmte die Anwesenden zudem auf die Wahlen im kommenden Jahr ein. Mit der Landtagswahl im Frühjahr und der Bundestagswahl im Herbst stünden zwei enorm wichtige Urnengänge an. Die Attendorner CDU werde die heimischen Kandidaten Jochen Ritter und Dr. Matthias Heider dabei voll unterstützen.

Ohm bedankte sich im Namen des CDU-Stadtverbandes bei Reinhard Henze nicht nur für die Einladung, sondern auch dafür, dass die Mitglieder der Senioren Union sich politisch engagieren und die CDU aktiv unterstützen. Heider äußert sich über Flüchtlingspolitik Im Zentrum des Berichts des Dr. Matthias Heider stand die Flüchtlingspolitik. „Wir müssen das eine tun, ohne das andere zu lassen", sagte der Bundestagsabgeordnete. Für Heider ist es nach wie vor wichtig, die Menschen aufzunehmen, die „ernsthaft verfolgt“ werden. „Es ist aber genauso wichtig, den Bürgern Deutschlands den Schutz zu geben, den sie brauchen, um hier sicher leben zu können." Deshalb forderte er unter anderem eine bessere Ausstattung der Polizei: „Wir müssen aufpassen, dass nicht das Verbrechen im Ferrari und die Polizisten in der Postkutsche fahren." Teil einer geordneten Flüchtlingspolitik sind seiner Auffassung nach auch geschützte Außengrenzen in Europa.

Insgesamt sieht der Abgeordnete Deutschland aber auf einem guten Weg: „Wir gehen ohne neue Schulden in die vor uns liegende Zeit“, so Heider. Das sei nicht selbstverständlich, sondern ein Verdienst der CDU-Finanzpolitik um Wolfgang Schäuble. „Das wird auch Ihren Enkeln zugutekommen", sagte er an die Adresse der Teilnehmer der Wanderung gerichtet. Trotzdem werde in Zukunft investiert. Heider erinnerte daran, dass allein eine Milliarde Euro durch den vom Bund finanzierten Verkehrswegeplan in den Wahlkreis fließen, die dringend benötigt werde, um die Autobahn A45 sechsspurig ausbauen und marode Brücken reparieren zu können.
(LP)

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