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Attendorn, 30. Dezember 2017

Gedanken zum Jahreswechsel: Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil

„Kommunalpolitisch ein gutes Jahr“

Christian Pospischil.
Christian Pospischil.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Das Jahr 2017 ist so gut wie vorüber. Zeit für einen Rückblick auf die vergange-nen zwölf Monate; und Zeit für eine Vorschau auf das kommende Jahr. LokalPlus lässt daher kurz vor dem Jahreswechsel den Landrat und die Bürgermeister im Kreis Olpe zu Wort kommen. Der Beitrag von Christian Pospischil, Bürgermeister der Stadt Attendorn:

„Wir befinden uns in unruhigen Zeiten, so viel war schon zu Beginn des Jahres klar. Das Jahr 2016 war geprägt von Horror-Nachrichten vom Brexit bis hin zum Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt. Gemessen daran ist es erstaunlich, wie gut es bei uns im Jahr 2017 läuft. Politisch und wirtschaftlich sind die Verhältnisse bei uns stabil geblieben. Ich hoffe allerdings, dass sich die Bildung einer neuen Bundesregierung nicht zu lange hinzieht. Denn es erwarten auf nationaler wie auf europäischer Ebene große Aufgaben.

Eine Enttäuschung war sicherlich der Einzug der AfD in den Bundestag als drittstärkste Partei. Ich erhoffe mir von den etablierten Parteien darauf eine souveräne Reaktion – sie sollten unsere demokratischen Werte betonen statt selbst klammheimlich nach rechts zu rücken, aber mehr Verständnis dafür entwickeln, womit sie viele Wähler in der Vergangenheit enttäuscht haben. Innenstadt-Umbau kommt „großes Stück“ voran Kommunalpolitisch war 2017 ein gutes Jahr für die Stadt Attendorn. Die Attendorner Wirtschaft brummt weiter, die Beschäftigung ist hoch, die Gewerbesteuer fließt weiterhin. Darauf können wir uns aber nicht ausruhen. Deshalb ist es gut, dass ein neuer Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Fernholte-Eckenbach beschlossen wurde, auf dessen Grundlage wir im nächsten Jahr endlich neue Gewerbeflächen erschließen wollen. Auch beim Thema Breitbandausbau hat sich 2017 viel getan. In den Jahren 2018/19 wollen wir mit Hilfe der vom Kreis beantragten Fördermittel zu einer flächendeckenden Breitbandversorgung kommen. 

Unser großes Projekt, der Umbau der Innenstadt ist ebenfalls ein großes Stück vorangekommen: Der Umbau der Ennester Straße ist abgeschlossen, der der Niedersten Straße steht kurz vor dem Abschluss. Es sind für das Freizeitangebot vielversprechende Beschlüsse für die Standorte Bahnhof, Alte Post und Kino gefasst worden. Wir sollten für im nächsten Jahr auch ähnlich mutige Beschlüsse für den Bereich des Einzelhandels anstreben. Geburt des Sohnes das persönliche Highlight 2017 Diese Großprojekte und noch unzählige weitere Aufgaben zu stemmen, ist eine große Herausforderung. Denn es gilt in Zeiten des Fachkräftemangels, das eigene Personal zu pflegen und nicht zu verschleißen. Außerdem ist es keineswegs sicher, dass die Gewerbesteuer weiter so fließt wie bisher. 

Privat war die Geburt unseres Sohnes Martin das Highlight des Jahres. Mittlerweile ist er acht Monate. Die Herausforderungen des Weihnachtsfestes wird es, ihn davon abzuhalten, sich am Tannenbaum hochziehen zu wollen und den Baum damit runterzureißen. Nicht nur deshalb habe ich mir vorgenommen, über den Jahreswechsel, aber auch im kommenden Jahr, möglichst viel Zeit mit der Familie zu verbringen. Und es darf auch gern wieder ein bisschen mehr Sport sein."
(LP)

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