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Attendorn, 15. Dezember 2016

Stadt Attendorn will Maibaum auf Marktplatz ermöglichen

Karnevalisten dürfen 2017 über die Niederste Straße ziehen

Der Kreisverkehr an der Niedersten Straße.
Der Kreisverkehr an der Niedersten Straße.
Foto: Hansestadt Attendorn
Attendorn. In der Ratssitzung am Mittwoch, 14. Dezember, stellte Rolf Schöpf (CDU) den Antrag, der Bürgermeister und die Verwaltung sollten rechtzeitig zum Mai ein entsprechendes Konzept erarbeiten, um das Aufstellen eines Maibaums auf dem Marktplatz zu ermöglichen. Vor dem Hintergrund der Bauarbeiten in der Innenstadt ging es außerdem um Karneval und Ostern.

Der Maibaum war aus sicherheitsrechtlichen Bedenken in diesem Jahr nicht mehr aufgestellt worden. „Der neue Slogan der Hansestadt Attendorn, ,dreimalig – einmalig´, gliedert sich in die drei Bereiche Natur, Wirtschaft und Brauchtum“, argumentierte Schöpf und forderte: „Zum Brauchtum gehört auch das Aufstellen eines Maibaums.“

Dem konnte Bürgermeister Christian Pospischil zustimmen und versprach, diese Tradition gern in die Hände von Dritten zu geben. „Vor einigen Jahren gab es Interessenten, die diese Aufgabe übernehmen wollten. Mit ihnen müsste man erneut Rücksprache halten“, so Pospischil. Die Stadt wäre bereit, ein Fundament für den Maibaum auf dem Marktplatz zu errichten. „Allerdings wird der Marktplatz 2020 im Rahmen des Innenstadtentwicklungskonzeptes neu gestaltet. Das müsste man berücksichtigen“, gab das Stadtoberhaupt zu bedenken. Mehr Sicherheitsauflagen für Schlagen der Osterkreuze Rolf Schöpf harkte nach, wie auf Karsamstag aufgrund der Bauarbeiten in der Innenstadt und den damit verbundenen gesperrten Straßen die Porten ihre Osterkreuze zu den einzelnen Porten bringen könnten. „Ostern liegt im April. Noch gibt es keine Planung, welche Wege dann für die Poskebrüder zu ihren Porten möglich sind“, sagte Pospischil, der aber gute Nachrichten für die Karnevalisten hatte: Der Veilchendienstagszug könne auch in diesem Jahr über die Niederste Straße führen. Diese haben dann „eventuell noch keine geschlossene Teerdecke, aber der Veilchendienstagszug kann hierher geführt werden und wie gewohnt in die Kölner Straße abbiegen. Nur die Ennester Straße wird nicht zur Verfügung stehen.“

Da es beim Schlagen der Osterkreuze im Stadtwald in der Vergangenheit des Öfteren zu brenzligen Situationen gekommen sei, gab Pospischil bekannt, dass es hier vermehrte Sicherheitsauflagen geben soll – auch weil das Haftungsrecht bei der Stadt liegt. „Hier werden bezüglich der Haftung schriftliche Vereinbarungen mit den Porten geschlossen, sodass auch in Zukunft das Schlagen der Osterkreuze an Karsamstag im Stadtwald stattfinden kann“, sagte Pospischil.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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