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Attendorn, 19. November 2017

Stellungnahme

Höchstspannungs-Leitung: CDU kritisiert Ratsbeschluss als ungerecht

Höchstspannungs-Leitung: CDU kritisiert Ratsbeschluss als ungerecht
Symbolfoto: Sven Prillwitz
Attendorn. Der Verlauf der neuen Trasse für die Höchstspannungsleitung zwischen Attendorn und Ennest und speziell im Bereich Osterschlah/Münchener Straße ist per Ratsbeschluss geregelt: Umgesetzt wird die sogenannte „2/3 zu 1/3“-Lösung, sprich: Die Leitung soll näher an die Münchener Straße und weiter weg von der Osterschlah verlaufen. Als ungerecht bewertet die CDU-Fraktion diese Entscheidung in einer Stellungnahme, die hier im Wortlaut zu lesen ist.

„Natürlich steht die CDU zu dem ohne Zweifel demokratisch herbeigeführten Beschluss der Stadtverordnetenversammlung die Höchstspannungsleitung in einem Verhältnis 1/3 zu 2/3 im Bereich Osterschlah – Münchener Straße zu verlegen, obwohl sich die CDU-Fraktion eindeutig in der Ratssitzung dagegen ausgesprochen hat.

Die CDU-Fraktion kritisiert hieran, dass SPD, UWG, FDP und Bündnis 90/Die Grünen nicht mehr dem einstimmig gefassten Beschluss der Ratssitzung vom 10.12.2014 folgen. „Im Dezember 2014 wurde“, so Fraktionsvorsitzender Wolfgang Teipel, „u.a. einstimmig eine bestmögliche Immissionsminimierung für die Anwohner beschlossen. Dass dieses sowohl für die Anlieger der Münchener Straße als auch für die Anlieger der Osterschlah gilt, versteht sich für uns von selbst. Um diese Zielsetzung zu erreichen wurde der Verlauf der neuen Höchstspannungsleitung  in einem Lageplan, mit dem Vermerk „Beschlussfassung“, graphisch dargestellt und konkret als Trassenverlauf ebenfalls einstimmig beschlossen. Dieser Plan sah eine in diesem Teilbereich annähernde Mittelung der Trassenführung zur Wohnbebauung vor. Für uns ist es unverständlich, dass von diesem Beschluss jetzt abgewichen wurde.“ Mittiger Verlauf wäre die gerechteste Lösung Nach  Auffassung der CDU haben die Stadtverordneten sich für alle Bürger Attendorns gleichermaßen einzusetzen. Von daher hält die CDU-Fraktion die Verlegung der Stromtrasse genau in der Mitte, wie auch vom Gutachter angeregt, für die gerechtere Lösung, da die Belastung so für alle gerecht und am geringsten ausfällt. Wie schon im WP-Pressebericht dargelegt, liegt dann die Belastung für die Osterschlah bei 0,9 und bei der Münchener Straße bei 1,6 Mikrotesla. Bei der jetzt vorgeschlagenen Lage der neuen Strommasten liegt die Belastung der Osterschlah bei 0,7 die der Münchener Straße aber sogar bei 2,6 Mikrotesla.

Wenn auch der Ratsbeschluss der Hansestadt Attendorn von der Amprion GmbH lediglich zu Kenntnis genommen wird und die Entscheidung über den endgültigen Trassenverlauf der Höchstspannungsleitung letztlich der Regierungspräsident trifft, so hat der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung jedoch schon jetzt eines bewirkt: Einen Riss durch die betroffene Anwohnerschaft!“
(LP)

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