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Attendorn, 22. November 2016

„Unser Dorf hat Zukunft“: Attendorn kürt Gewinner

Helden und Niederhelden auf Platz eins

Gruppenfoto mit allen Gewinnern des Dorfwettbewerbs 2016.
Gruppenfoto mit allen Gewinnern des Dorfwettbewerbs 2016.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Die Siegerehrung des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ auf städtischer Ebene fand am Montagabend, 21. November im Attendorner Rathaus statt. Platz eins in der Kategorie bis 500 Einwohner ging an Niederhelden, das Bürgermeister Christian Pospischil augenzwinkernd als „Wiederholungstäter“ bezeichnete. Gewinner in der Gruppe über 500 Einwohner wurde der Nachbarort Helden.

Pospischil bedankte sich vor der Siegerehrung bei allen, die am Wettbewerb teilgenommen und sich somit auch im Sinne der Hansestadt engagiert hatten. „Sie haben sich der Herausforderung gestellt, das Leben in den Dörfern attraktiver zu machen, und die Zukunft so mitgestaltet.“ Sein Dank ging auch an die Jury und deren umfangreiche Arbeit. „Leben auf dem Dorf heißt nicht nur, dass man es schön hat; beim demografischen Wandel auf den Dörfern und beim Schwund der Infrastruktur ist Kreativität gefragt. Sie gehen die Dorfentwicklung an und machen die Dörfer zu Perlen des Stadtgebietes.“ Der Lohn sei das Gemeinschaftsgefühl, was die Dörfer auszeichne, so Pospischil

Bei der anschließenden Preisverleihung wurden zunächst die Dörfer mit weniger als 500 Einwohnern ausgezeichnet. Sieger dieser Kategorie ist Niederhelden. Die verantwortliche Projektgruppe durfte sich über eine Prämie in Höhe von 450 Euro freuen. Den zweiten Platz belegte Lichtringhausen, was 350 Euro bedeutete. Auf den weiteren Rängen folgten St. Claas (3./250 Euro) sowie Holzweg (4.) und Silbecke (5.); die beiden Letztgenannten erhielten Preisgelder in Höhe von jeweils 150 Euro. Lediglich zwei Bewerber in der Kategorie „Ü500“ In der Klasse über 500 Einwohner hatten sich in diesem Jahr gerade einmal zwei Ortschaften beteiligt. Hier belegte Windhausen Platz zwei und bekam 550 Euro. Helden landete auf Platz eins, was 650 Euro Prämie bedeutete. In diesem Jahr wurden außerdem noch drei Sonderpreise vergeben, die jeweils mit 150 Euro dotiert waren. Familie Bamberg aus Windhausen bekam den Preis für besondere gärtnerische Gestaltung. Auch der Osterfeuerverein Holzweg wurde ausgezeichnet. Eigentlich konnte noch ein dritter Preis für eine besondere bauliche Gestaltung vergeben werden. Dieser Preis wurde aber kurzerhand umgewandelt in eine Auszeichnung für besonderes soziales Engagement – und  ging an den Ort Lichtringhausen für die vorbildliche Flüchtlingshilfe. „Das ist ein Thema in allen Dörfern, da wir die Flüchtlinge dezentral untergebracht haben, um sie leichter zu integrieren. Das ist in Lichtringhausen besonders ehrenwert, obwohl es hier ein nicht ganz leichter Anfang war“, begründete Pospischil die Entscheidung der Jury. Bundesweiter Trend: Weniger Teilnehmer Anschließend ging Martin Plückebaum, Umwelt- und Gewässerschutzbeauftragter der Stadt, nochmals auf den Wettbewerb selbst ein. Er bedauerte einen Rückgang der Teilnehmer. „Als ich vor einigen Jahren in der Jury angefangen habe, nahmen noch 14 Dörfer teil. In diesem Jahr sind es nur noch sieben. Dieser Trend ist auch auf ganz NRW und Deutschland übertragbar.“ Dabei könne man den Wettbewerb als eine Standortbestimmung für die eigene Entwicklung des Dorfes sehen. „Dörfer müssen Orte des Engagements bleiben. Die Jury geht, das Geschaffene bleibt“, verdeutlichte Plückebaum.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: Helden und Niederhelden auf Platz eins