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Attendorn, 10. Mai 2018

Leserbrief der Stadtverordneten zum L 697-Ausbau

„Desaströser Zustand der Straße“

Leserbrief der Attendorner Stadtverordneten zum L 697-Ausbau
Symbolfoto: Sven Prillwitz
Attendorn. Der geplante L 697-Ausbau zwischen Plettenberg und Attendorn war kürzlich Thema einer Bürgerversammlung in Lichtringhausen. Die Stadtverordneten wünschen sich, dass der Ausbau zeitnah und beschleunigt über die Bühne geht. Diesbezüglich haben sich Hans-Werner Schulte (CDU), Hans-Jürgen Springob (SPD) und Bernd Banschkus (SPD/ Mitglied im Regionalrat Arnsberg), aus Lichtringhausen in einem Brief an Straßen.NRW gewandt. Die Stellungnahme im Wortlaut:

„Sehr geehrte Frau Direktorin Sauerwein-Braksiek,
rund 140 Bürgerinnen und Bürger waren kürzlich der Einladung der SPD-Fraktion zu einer Bürgerversammlung in Lichtringhausen gefolgt. Sie wollten vor allem wissen, wie es um den Ausbau der Landstraße 697 steht.

Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil hatte detaillierte Ausbaupläne von Straßen NRW mitgebracht und berichtete über die Planungen, insbesondere über verschiedene Verkehrsberuhigungsmaßnahmen. Er teilte aber auch mit, dass seitens Ihres Hauses die Baumaßnahme abermals nach hinten geschoben wurde. Aktuell sei geplant, die Baustelle 2018 einzurichten und das erste Teilstück 2019 und im weiteren Verlauf bis Lichtringhausen erst im Jahr 2020 zu realisieren.

Über weitere Erhaltungsinvestitionen von Lichtringhausen über Windhausen nach Attendorn konnte der Bürgermeister keine zeitlichen Angaben machen. Dieser „Zeitplan" kann die kann die Bürgerinnen und Bürger von Lichtringhausen aufgrund des desaströsen Zustands der Straße überhaupt nicht zufriedenstellen, zumal der Bürger­meister leider betonen musste, dass der Zeitplan des Landesbetriebes nicht verbindlich und von den Entscheidungen und Priorisierungen in der Landespolitik abhängig sei. Lkw-Verkehr raub Anwohnern Schlaf Aus der hitzigen Diskussion heraus kam der konstruktive Vorschlag, Kontakt mit Ihnen aufzunehmen, sehr geehrte Frau Sauerwein-Braksiek. Die Anwohner der L 697 und auch die Anwohner, die weiter von der Landstraße entfernt
wohnen werden früh morgens durch den starken Lkw Verkehr aus dem Schlaf gerissen. Der Straßenzustand ist schlichtweg desaströs. Es ist einfach gesagt eine Buckelpiste, was insbesondere durch vorbeifahrende Lkw stark hörbar ist: es rappelt alles! Der Geräusch­pegel ist wirklich unerträglich, gerade auch wegen der durch Lkw stark befahrenen Straße.

Einige Pkw Fahrer, die diese desaströse Straße tagtäglich befahren müssen berichten, dass Sie wegen dieser Straße schon mit ihrem Pkw in die Werkstatt mussten. Des Weiteren ist im Bereich Neuenhof der Bürgersteig hin zum Bachverlauf stark abgängig und das Geländer ist schon seit längerem defekt. Die Verkehrssicherheitspflicht ist dadurch unseres Erachtens nicht gegeben. Insofern weisen wir auch auf eine Schulwegsicherung hin. Sanierung sollte zeitnah erfolgen Im Sinne der Anwohner und Verkehrsteilnehmer sollte die Sanierung zeitnah erfolgen und die Teilstücke müssten ohne zeitlichen Verzug hintereinander realisiert werden.
In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass die Maßnahme L 697 bereits im Jahr 2010 Bestandteil eines Konjunkturpaketes war. Nach einer Pressemitteilung der Landtags­abgeordneten lnge Blask war auch im Jahr 2016 die Sanierung der Straße im Fokus der Landesregierung. Leider ist bis heute nichts geschehen.

Ziel dieses Schreibens soll sein, dass die gesamte Erhaltungsmaßnahme - von Plettenberg über Lichtring hausen und Windhausen bis nach Attendorn zeitnah realisiert wird. Hierzu erbitten wir im Namen der Bürgerinnen und Bürger von Lichtringhausen um Ihre Unterstützung.“ 

Hans-Werner Schulte, Hans-Jürgen Springob und Bernd Banschkus
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(LP)

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