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Wenden, 12. August 2017

Wittener Schaustellerbetrieb sorgt für Spaß auf Wendener Kirmes

Toni Bonner – ein geborener Schausteller

Das Fahrgeschäft „Breakdance
Das Fahrgeschäft „Breakdance" besitzt Familie Bonner als „No. 1“ und „No. 2“ .
Symbolfoto: Nils Dinkel
Wenden. Der Schaustellerbetrieb „H. Bonner & Söhne“ aus Witten ist in diesem Jahr wieder mit seinem Fahrgeschäft „Breakdance No. 1“ auf der Wendener Kirmes vertreten. Als einer von vielen, die Woche für Woche auf den Rummelplätzen unterwegs sind. Toni Bonner, Inhaber und Besitzer von einem der wohl bekanntesten Fahrgeschäfte, gab einen kleinen Einblick in das Schaustellerleben.

Der Familienbetrieb existiert seit mehreren Generationen. Sein Opa und auch sein Vater seien bereits als Schausteller quer durch die Bundesrepublik gereist. „Wir hatten schon viele Fahrgeschäfte. Unter anderem hatten wir drei Autoscooter“, sagt Bonner. Gemeint ist unter anderem der im Kreis Olpe wohl noch bei vielen bekannte „Starliner“, der von 1998 bis 2008 im Familienbesitz war.
Toni Bonner aus Witten ist einer von vielen Schaustellern bei der Wendener Kirmes.
„Autoscooter werfen heute nicht mehr viel ab. Wir mussten ihn schweren Herzens abgeben. Er ist heute noch im Einsatz bei einem anderen Schausteller. Im Osten meistens“, sagt der 33-Jährige, dem das Schaustellerleben in die Wiege gelegt wurde. Eine Erinnerung an die Zeiten des Autoscooters hat er immer im Gepäck: ein Banner mit dem Logo des „Starliner“. Wendener Kirmes zählt zu Bonners TopsIn der Regel startet die Saison zum Finale der Karnevalszeit - also im Februar oder März - und endet im November. Für Toni Bonner ist die Wendener Kirmes neben der Cranger Kirmes eines der Highlights. „Für drei Tage ist sie schon echt gut“. Und er muss es wissen, wo er Woche für Woche zu Schützenfesten, Kirmes und Ähnlichem reist. Bonner erinnert sich, dass er vor vielen Jahren beim Wendener Schützenfest den Autoscooter aufgestellt hatte. „Das lief sehr schleppend. Die Kirmes mit unserem ‚Breakdancer‘ hingegen läuft besser. Davon hat der Familienbetrieb gleich zwei."

Neben dem „Breakdance No. 1“,  der in diesem Jahr die Kirmesgäste in Wenden durchschüttelt, gibt es auch noch den „Breakdance No. 2“, den größeren Bruder. Das aktuell in Wenden aufgestellte Fahrgeschäft stammt aus dem Jahr 1985. „Er ist einer der ältesten seiner Art. Unser ‚Breakdance No. 1‘ war der zweite oder dritte, der überhaupt hergestellt wurde“, sagt Bonner. Familie Bonner sorgt seit über 30 Jahren für Spaß in WendenFamilie Bonner bespaßt die Kirmesbesucher in Wenden bereits seit mehr als 30 Jahren. Die „Kärmetze“ sei verhältnismäßig eher klein. „Das ist außergewöhnlich. Der Ort ist klein. Aber die Kirmes hat ein sehr großes Einzugsgebiet. Sie lockt sehr viele Menschen aus dem ganzen Sauerland an“, wirbt Bonner für die Kirmes im Kreis Olpe. Während der Saison bleibe für Schausteller nicht viel Freizeit, die mit Freunden oder der Familie verbracht werden kann.

„Die Aufbautage sind am schönsten. Da ist meist um 18 Uhr Feierabend. Beim Rummelbetrieb ist das Ende offen", so Bonner. Ein anderes Leben kann er sich trotzdem nicht vorstellen. Die Arbeit sei abwechslungsreich, es sei technisches Verständnis gefordert und es gebe immer Arbeit. „Man trifft immer Schaustellerkollegen. Außerdem fiebere ich immer dem Saisonende entgegen. Und dann umgekehrt kann ich den Start der neuen Saison kaum abwarten“, sagt der Schausteller euphorisch. „Du wirst da rein geboren.“
Für viele ein Highlight einer jeden Kirmes: Fahrgeschäfte wie der "Breakdance".
Der Aufbau seines Fahrgeschäfts sei mit seinem fünfköpfigen Team in der Regel nach eineinhalb Tagen abgeschlossen - bei „idealen“ Platzgegebenheiten. In Wenden, wo der „Breakdancer“ an einer Steigung aufgebaut wird, nehme der Aufbau dagegen mehr Zeit in Anspruch. Der Abbau dauert laut Bonner in der Regel übrigens sechs bis sieben Stunden und geht damit deutlich schneller über die Bühne. Sicherheit geht eben vor - auch im „Breakdancer“.
Ein Artikel von Nils Dinkel

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