Nachrichten Kultur
Wenden, 05. August 2019

Abwechslungsreiche Kunsttour kam sehr gut an

Bunte Welt der Kunst lockte wieder tausende Besucher ins idyllische Heid

Beim Bummel durch Heid gab es viel zu bewundern.
Beim Bummel durch Heid gab es viel zu bewundern.
Foto: Sigrid Mynar
Heid. Als lebhaftes Freilicht-Atelier präsentierte sich Heid am Sonntag, 4. August. Schon längst ist die Heider Kunsttour kein Geheimtipp nur für Kunstliebhaber mehr. Mehrere tausend Besucher bevölkerten das ansonsten beschauliche Dorf an diesem Tag. Alle zwei Jahre, nun schon zum achten Mal, wird dort Kunst und Kultur, Essen und Trinken sowie fröhliche Gastfreundschaft geboten.

Mehr als 100 einheimische Helfer, so Ortsvorsteher Stefan Weber, sind inzwischen auf den Beinen, um die Gäste zu bewirten und das Dorf von seiner schönsten Seite zu präsentieren. Als gepflegtes Chaos bezeichnete das Organisationsteam das Zusammenspiel  von idyllischen Plätzen in Laubengärten oder unter alten Bäumen und dem trubeligen Treiben im ganzen Dorf.

„Nein, das haben wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht vorgestellt“, lachte Ilona Weber und meinte damit das riesige Besucherinteresse. Sie und Ihre ebenfalls malende Mitstreiterin Barbara Quast sowie Anne Solbach und Andrea Schollemann hatten die Kunsttour im Jahr 2005 nur als Experiment angesehen. Angelehnt an die andalusische Tradition des „Concurso de Pintura“ hatten sie mit zehn Künstlern das begonnen, was sich inzwischen als Mekka für Kunstliebhaber und Hobbykünstler im Wendener Land etabliert hat.Alleine 60 Aussteller bildender Kunst waren diesmal gekommen und zeigten in Gassen, vor Scheunen und in lauschigen Gärten ihre Werke. „Wir wollten uns nicht auf der Malerei ausruhen“, sagen die Initiatorinnen. „Deshalb haben wir von Beginn an auch andere Kunstformen zum Mitmachen eingeladen. Musik gehört natürlich auch dazu.“ Irische Volksmusiker, der Musikverein Heid, Laura und Birgit, Vitali Kellermann mit Franz und Friends - sie alle spielten und sangen überall im Dorf.

Dazu kamen die vielfältigen kulinarischen Angebote, die bei solchen Events nicht fehlen dürfen. Für Staunen sorgten auch zwei Stelzenläuferinnen aus Dresden, die sich mit schlafwandlerischer Sicherheit in der Menschenmenge bewegten. Als Kunstprojekt des Nachwuchses hatte ein Kinderworkshop 21 Zwergen ein Zuhause im Dorf gegeben. Aber nur wer ganz genau hinschaute, entdeckte sie in der märchenhaft gestalteten Kulisse. Zufriedene Gesichter gab es bei allen Beteiligten und Besuchern, deshalb dürfte eine Fortsetzung der Heider Kunsttour 2021 wohl gesichert sein.
Ein Artikel von Sigrid Mynar

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