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Olpe, 28. März 2017

Erfolgsautor präsentiert Kartenspiel „Supérieur“

Markus Heitz zieht Publikum mit Lesung aus "Des Teufels Gebetbuch" in seinen Bann

Erfolgsautor Markus Heitz las im Cineplex in Olpe aus seinem neuen Mystery-Thriller
Erfolgsautor Markus Heitz las im Cineplex in Olpe aus seinem neuen Mystery-Thriller "Des Teufels Gebetbuch" vor.
Foto: Ina Hoffmann
Olpe. In seinen Romanen tummeln sich Werwölfe, Vampire, Dämonen, Zwerge, Seelenwanderer und viele weitere düstere Gestalten. Markus Heitz gilt als der deutsche Fantasy-Roman-Autor schlechthin. Kein anderer Schriftsteller ist so oft mit dem „Deutschen Phantastik Preis“ ausgezeichnet worden wie er. Seine Bestseller-Reihe „Die Zwerge“ machte ihn vor zwölf Jahren auf einen Schlag national und international berühmt. Seitdem hat er mehr als 40 Romane veröffentlicht und über 40 Millionen Exemplare verkauft. Mit seinem neuen Werk „Des Teufels Gebetbuch“ machte Erfolgsautor Markus Heitz am Montag, 27. März, Station in Olpe und stellte im Cineplex auf Einladung der Buchhandlung Dreimann seinen neuen packenden Urban-Mystery-Thriller vor.

Zum Inhalt: Der ehemalige Profi-Kartenspieler Tadeus Boch gelangt durch Zufall in den Besitz einer merkwürdigen Spielkarte. Schnell wird er in mysteriöse Ereignisse verwickelt, die im Zusammenhang mit der alten Karte zu stehen scheinen. Sie soll aus einem Kartendeck stammen, das mit einem Fluch belegt wurde. Doch gibt es diesen Fluch wirklich? Können Spielkarten den Tod bringen? Wo kommt die Karte her? Und wo sind die anderen? Für diese Fragen interessiert sich nicht nur Tadeus. Deshalb wird er bald gejagt und sein Leben gerät in Gefahr, während er weiterhin versucht, uralte Geheimnisse zu lüften.Historisches InteresseMarkus Heitz zog seine Zuhörer am Montag schnell in seinen Bann. Während Tadeus Boch im Gegenwarts-Teil des Romans versucht, die Geheimnisse um die Spielkarte zu lüften, wird im historischen Strang die Entstehung des Spiels und des Fluchs erzählt. Im wissenschaftlichen Anhang beleuchtet Heitz die Geschichte des Kartenspiels in Europa.

„Ich merkte bei der Recherche für mein Buch, dass die ganze Welt Poker, Canasta, Bridge und Co. zockt, aber nur die wenigsten Leute sich mit der Geschichte beschäftigt haben“, so Heitz. „Und als ich so viele Infos gesammelt hatte, dachte ich mir, es wäre schade, das den Lesern nicht mitzuteilen“. Ein Titelsong zum Roman...Zu seinem aktuellen Roman hat der Erfolgsautor sogar einen eigenen Song geschrieben. „Ich hatte beim Schreiben immer einen Liedtext in mir. Es gibt zwar schon so viele Songs über Kartenspiele, aber die passten vom Feeling her nicht zu meinem Buch. Da musste etwas eigenes her“, erklärt Markus Heitz die Idee zum Lied. Und so entstanden durch die Zusammenarbeit mit Komponist Marcus Gorstein Text und Melodie zu „Cards“, das von Nina de Lianin gesungen wird.

Zu dem Song wurde nach der Idee und unter der Regie des Autors eigens ein vierminütiges Video gedreht, in dem neben der Sängerin und dem Komponisten Gorstein auch Dietmar Wunder mitwirkt, den meisten bekannt als die deutsche Synchronstimme von Daniel Craig. ... und ein eigenes KartenspielDamit noch nicht genug der Besonderheiten dieser Lesung: Heitz hat beim Schreiben ein eigenes Kartenspiel namens „Supérieur“ erfunden, das im Anschluss an die Lesung gespielt wurde. Zehn ausgeloste Zuhörer traten dabei gegeneinander an, während sich der Erfinder als Kartengeber und Spielleiter betätigte. Nach einer Stunde Spiel setzte sich Patrick Langemann am Ende gegen noch zwei andere Mitspieler durch. Er qualifizierte sich mit dem Sieg in Olpe für das am 1. April stattfindende Finale. Austragungsort ist das Casino in Baden-Baden - jener Ort, an dem Roman-Protagonist Tadeus Boch die mysteriöse Karte erhält.

Olpe-Gewinner Langemann wird im Casino zusammen mit den Siegern der anderen Stationen der Lesereise gegen Markus Heitz persönlich antreten. „Ich bin also der Boss-Gegner“, witzelte Heitz. Für die perfekte James-Bond-Stimmung á la „Casino Royale“ wird an diesem Abend Dietmar Wunder die Moderation übernehmen. „Mehr Spiel-Glamour geht nicht“, ist sich der Autor sicher. Und anders als in „Des Teufels Gebetbuch“ werden die Spieler bei dieser „Supérieur“-Runde nicht dem Tod ins Auge blicken müssen.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

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