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Lennestadt, Lennestadt-Bilstein, 23. Juli 2016

„Zeit“-Theaterstück zum Finale des Sauerländer-Sprachsommers

Zwei Wochen lang Grammatik und Theaterstück gepaukt

22 Kinder führten ein Theaterstück zum Abschluss des
22 Kinder führten ein Theaterstück zum Abschluss des "Sauerländer Sprachsommers" auf.
Fotos: Nils Dinkel
Die Eibach-Stiftung, seinerzeit gegründet von Wilfried und Nina Eibach, setzt sich für die Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund ein. Diese sponserte den Sauerländer Sprachsommer, woran 22 Kinder auf der Burg Bilstein teilnahmen. Der Höhepunkt und der gleichzeitige Abschluss dieser Ferienfreizeit war die Vorführung eines Theaterstücks, welches die Kinder am Freitag, 23. Juli vor Eltern und Freunden präsentierten.

Die Kinder führten ein Theaterstück auf, welches die zu schnell vergehende oder auch die verschwendete Zeit thematisierte. Inspiriert war der Auftritt durch die Geschichte „Momo“ von Michael Ende. Die Kinder zeigten, dass man überlegen solle, wofür die kostbare Zeit aufgebraucht werden sollte oder was einem wichtig ist.

Außerdem thematisierte das Stück gestohlene und wiedergewonnene Zeit. „Die Kinder setzten große Teile des Stücks eigenständig um und arbeiteten ihre Fragen mit ein“, sagte Uta Hoffmann, Projektleitung des Sauerländer Sprachsommers. Neu war dabei allerdings, dass die Kinder erstmals einen Rap-Song übten und vortrugen. „Da sind sie sehr stolz drauf“, so Hoffmann. Das Theaterstück war nicht kostümlastig, dafür jedoch sehr bewegt und schnell. Auch der Spaß kommt nicht zu kurz Die Kinder hatten im zweiwöchigen Camp täglich zwei Einheiten: Theaterunterricht und Sprachförderung, wo die Kinder unter anderem Grammatik lernten. Aber auch die sinnvolle Freizeit- und Feriengestaltung stand auf dem Programm – so unternahmen die Gruppe beispielsweise Schwimmausflügen.

Jeweils zwei Theater-, zwei Sprach- und zwei Freizeitpädagogen beaufsichtigten die Kinder. Es war bereits der neunte Sauerländer Sprachsommer auf der Burg Bilstein. „Die Burg bildet einfach eine geniale Umgebung für das Theaterstück und die Freizeitgestaltung. Hier sind die Kinder einfach mehr in der Geschichte drin“, sagte Hoffmann.
Ein Artikel von Nils Dinkel

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