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Lennestadt, Lennestadt, 22. August 2016

Nach dem 40. Stadtfest: Cheforganisator Clemens Lüdtke zieht im Interview Bilanz

„Tausende Besucher und Bombenstimmung“

Vor den vier Bühnen im Altenhundemer Ortskern - hier auf dem Marktplatz - wurde es am Samstagabend erneut richtig voll.
Vor den vier Bühnen im Altenhundemer Ortskern - hier auf dem Marktplatz - wurde es am Samstagabend erneut richtig voll.
Foto: Nils Dinkel
Feierliche Eröffnung am Freitag, lange Party-Nacht am Samstag und bunter Familientag am Sonntag: Auch bei der mittlerweile 40. Auflage des Lennestädter Stadtfests haben die Organisatoren des dreitägigen Events auf das bewährte Konzept aus Erlebnis, Aktionen, Gastronomie und Live-Musik gesetzt. Im Interview zieht Hauptorganisator Clemens Lüdtke nach dem runden Geburtstag Bilanz und spricht über Wünsche und Ideen für die Zukunft.

Wie fühlt sich der Cheforganisator am Montag nach dem 40. Stadtfest?
Müde, aber entspannt. (lacht)

Klingt nach einem gelungen runden Geburtstag.
Ja, ich bin sehr zufrieden. Das Highlight mit der Live-Musik am Samstagabend ist trocken über die Bühne gegangen. Es waren Tausende Besucher und Bombenstimmung. Der Regen am Sonntag hat der Veranstaltung auch nicht wehgetan, und gleichzeitig ist das Stadtfest ohne besondere Vorkommnisse über die Bühne gegangen, was auch sehr wichtig ist. Es war also ein gelungener 40. Geburtstag mit einer großen Mittelkerze.

Was war Ihr persönliches Highlight?
Ich bin das ganze Wochenende unterwegs, kann mir die Auftritte immer nur ein paar Minuten lang angucken. Sehr gefreut habe ich mich aber über den Auftritt der „Joekels“ am Sonntag. Das sind alte Freunde, die ich aus den Jahren 1996 bis 1998 noch sehr gut kenne. Da konnte ich mal ein paar Minuten durchatmen und fand es außerdem wunderschön, dass ich mit denen zusammen „Auf der Vogelwiese“ gesungen habe. Außerdem fand ich es klasse, dass in den Tagen vor dem Stadtfest viele Leute aus ganz Deutschland bei uns angerufen und gefragt haben, ob es sich bei „The Decline“ tatsächlich um „die“ Band aus Australien handelt, die da in Lennestadt auftritt.
Clemens Lüdtke.

Haben Sie schon Rückmeldungen erhalten auf das Stadtfest?
Die Bands waren generell begeistert. Die „Sidewalk DiscoRockerz“ waren jetzt zum dritten Mal da und sind jedes Mal begeistert vom Marktplatz. Die Jungs von „Kölsch Connection“ haben gesagt, dass das Stadtfest hier eine tolle Nummer ist. Und gerade habe ich noch mit Volker Nabes von den „Speedos“ telefoniert, der nochmal gesagt hat, dass es ihm super gefallen hat.

Fünf Lennestädter Musikvereine haben am Sonntagnachmittag erstmals ein Marsch-Potpourri gespielt. Wie wurde das angenommen?
Das hat noch Luft nach oben, könnte aber sicherlich ein fester Bestandteil werden. Marktplatz oder Rathausplatz sind für eine solche Sache ein ideales Umfeld, und ich denke, dass sich die Musikvereine trotz der vielen Auftritte für ein Event wie das Stadtfest gerne auf den Weg nach Altenhundem machen. Und vielleicht kriegen wir ja irgendwann auch mal alle acht Vereine für ein gemeinsames Konzert hierhin.
Beim BobbyCar-Rennen am Sonntagnachmittag gingen mehr als 30 Kinder auf die Strecke.
Zum mittlerweile vierten Mal wurde ein BobbyCar-Rennen für Kleinkinder ausgetragen. Hat dieser Wettbewerb Chancen, zu einem traditionellen Bestandteil des Stadtfests zu werden?
Seit der ersten Auflage haben wir immer zwischen 30 und 40 Teilnehmern, so auch diesmal. Das ist ein gesetztes Ding für mich, auch weil wir immer gesagt haben, dass die Kinder bei uns nicht zu kurz kommen sollen. Trotzdem sagen einige, dass das Angebot für Kinder noch zu wenig sei.

Wann beginnen die Planungen für das 41. Stadtfest? Gibt es besondere Wünsche?
Nach dem Fest ist vor dem Fest. (lacht) Wir beginnen tatsächlich jetzt schon mit den Planungen. Was mir vorschwebt, wäre den Aspekt Themen auf und vor den Bühnen weiter auszubauen, vielleicht mal eine italienische Nacht zu veranstalten. Wenn man die Hundemstraße mal wieder in das Stadtfest einbinden könnte und einen verkaufsoffenen Sonntag, wären das für mich persönlich Eye-Catcher. In diesem Jahr sind einige Besucher aus Schmallenberg nach Lennestadt gekommen und haben verwundert gefragt, warum die Geschäfte am Sonntag nicht auf waren. Darüber muss man auf mehreren Ebenen dann diskutieren.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

Bildergalerie: „Tausende Besucher und Bombenstimmung“