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Lennestadt, 11. April 2018

Runder Geburtstag: Winnetou ist seit 60 Jahren ein Sauerländer

Damals ein gewagtes Experiment; heute nicht mehr wegzudenken: „Winnetou“ und „Old Shatterhand“ in Elspe.
Damals ein gewagtes Experiment; heute nicht mehr wegzudenken: „Winnetou“ und „Old Shatterhand“ in Elspe.
Foto: Elspe Festival GmbH
Elspe. Im Jahr 1958 ist auf der Naturbühne in Elspe ein gewagtes Experiment gestartet. Der Theaterverein schickte zum ersten Mal „Winnetou“ und „Old Shatterhand“ in das Rennen um die Gunst des Publikums. Der Mut hat sich gelohnt. Die Zuschauerzahlen verdreifachten sich. Happy Birthday, „Winnetou“: Seit 60 Jahren bist Du ein Sauerländer.

Während die meisten Helden der Jugend den Sprung aus dem Buch oder von der Leinwand nie schaffen, zieht der Apatschen-Häuptling im Western live in der freien Natur jeden Sommer die Massen an. „Winnetou wird bei uns Jahr für Jahr neu erfunden. Jeder Schauspieler, jeder Stuntman, jeder Statist, jeder Kellner hat uns im Laufe der Jahrzehnte ein Stückchen weitergebracht“, sagt Jochen Bludau, Intendant und Geschäftsführer in Deutschlands Wildem Westen. Wenn am Samstag, 23. Juni, das Stück „Winnetou II – Der Kampf um Öl“ Premiere feiert, dann steckt die Erfahrung von 60 Jahren in der Action-Inszenierung.

Und natürlich wird es im Geburtstags-Jahr keine ganz normale Saison im wilden Sauerland werden. Jochen Bludau und sein Team haben sich einige Überraschungen einfallen lassen. Eine davon verrät der Chef von „Winnetou“ schon jetzt: „Wir wollen, dass die Zuschauer, unsere Fans, ihre schönste Elspe-Geschichte verraten.“ Der Schauspieler Dietmar Bär würde sich vielleicht daran erinnern, dass er in der ersten Folge des Kölner „Tatort“ als Kriminalkommissar „Freddy Schenk“ mit drei Karten für die Karl-May-Festspiele in Elspe bestochen werden sollte. Filmset von Helge SchneiderHelge Schneiders Geschichte wäre sicherlich die über die Dreharbeiten zu seinem Kinofilm „Texas - Doc Snyder hält die Welt in Atem“, der komplett im Sauerland entstanden ist. Hape Kerkeling schmunzelt vielleicht heute noch darüber, dass er als „Zorro“ verkleidet „Winnetou“ auf der Naturbühne fast aus der Fassung gebracht hätte. Die kleine Melanie aus Dülmen würde ihre Überraschung schildern, als sie das Bild von ihrem verlorenen Kuschelbären, plötzlich in der Zeitung sah.

„Old Shatterhand“ persönlich hatte ihn auf dem Gelände entdeckt und nach dem Besitzer fahnden lassen. Hannu aus Helsinki würde über seine schlechteste Schulnote schreiben. Er hat sie für einen Aufsatz bekommen, in dem er seinen Besuch in Deutschlands Wildem Westen schilderte. Seine Lehrerin in Finnland hielt ihn für einen Angeber. Weitere Geschichten gesuchtSolche Geschichten rund um Elspe sollen die kleinen Geschenke für „Winnetou“ zu seinem Geburtstag im Sauerland sein. Wer seine persönliche Elspe-Geschichte teilen möchte, kann sie per E-Mail senden an die Adresse Meine.Geschichte@Elspe.de oder per Post an. Elspe Festival, Stichwort Meine Geschichte, Zur Naturbühne 1, 57368 Lennestadt-Elspe. Und wenn es dazu noch ein Bild gibt: Umso besser.

Die schönsten Geschichten werden veröffentlicht und die Gewinner werden zur Premieren-Party im kommenden Jahr eingeladen und gehören damit zum Kreis der Ehrengäste von „Winnetou“ und „Old Shatterhand“. Einsendeschluss ist Sonntag, 9. September, der letzte Tag in der diesjährigen Saison in Deutschlands Wildem Westen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Vorverkauf läuft
Tickets für das Elspe Festival gibt es im Internet , an der Telefon-Hotline 0 27 21/9 44 40 oder per E-Mail: tickets@elspe.de sowie per Post: Elspe Festival GmbH, Zur Naturbühne 1, 57368 Lennestadt-Elspe.
(LP)

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