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Lennestadt, 11. September 2017

Der letzte Vorhang ist gefallen 2017 / Elspe Festival zieht Bilanz

Riesen-Erfolg: 214.000 Besucher sehen „Winnetou I“

Zum Abschied ein Handschlag: Old Shatterhand und Winnetou haben sich für dieses Jahr von der Bühne verabschiedet.
Zum Abschied ein Handschlag: Old Shatterhand und Winnetou haben sich für dieses Jahr von der Bühne verabschiedet.
Foto: Nils Dinkel
Elspe. Zum letzten Mal sind sie am Sonntag, 10. September, über die Bühne in Elspe geritten: Cowboys und Indianer, die Bösewichte und die Guten um die beiden Helden Winnetou und Old Shatterhand. Die Saison 2017 des Elspe-Festivals ist beendet – „bedauerlicherweise“, wie Geschäftsführer Jochen Bludau auf Anfrage von LokalPlus betont. Denn: „Winnetou I“ lief richtig gut.

214.000 Besucher nahmen in diesem Jahr auf den Rängen gegenüber der Elsper Bühne Platz, die Vorstellungen waren laut Bludau zu fast 95 Prozent ausgebucht. Ein Vergleich: Im vergangenen Jahr hatten sich „nur“ 203.000 Besucher die Show angesehen. Dieser Zuwachs sei besonders hoch zu bewerten, wenn man sich die Besucherzahlen anderer Bühnen ansieht: „Viele verzeichnen eher ein Minus“, so Jochen Bludau. 

Doch warum lief es gerade in Elspe so gut? War es die Geschichte von Winnetou I, der Anfang der beliebten Trilogie, die so viele Karl-May-Fans ins Sauerland lockte? „Das kann sein“, sagt Bludau, „wir wissen es nicht.“ Aber er stellt Vermutungen an: Möglicherweise seien viele Menschen in der Sommerzeit nicht verreist und hätten den Urlaub durch Ausflüge ersetzt. Oder es hätten mehr Reisende ihren Urlaub im Sauerland verbracht.
Jochen Bludau stand in diesem Jahr mit auf der Bühne.
Einen wesentlichen Erfolgsfaktor für Elspe sieht der Geschäftsführer eindeutig in dem großen Dach, das den Zuschauerraum überdeckt. Bludau: „Die Zuschauer wissen: In Elspe kann man die Show bei Wind und Wetter sehen.“

Und nun – erst einmal eine wohlverdiente Pause nach der Saison? Nicht ganz: In Kürze reist Jochen Bludau in den Urlaub – und schreibt dort das Buch für „Winnetou II“, das im kommenden Jahr auf die Bühne gebracht wird. „Die genaue Story weiß ich noch nicht“, sagt er und fährt fort: „Ich muss mich jetzt schon daran setzen, weil die Show für 2018 geplant werden muss. Die Leute müssen wissen, was sie bauen müssen, außerdem müssen gute Schauspieler mindestens sechs bis neun Monate vorher gebucht werden.“ Apropos Schauspieler:  Kai Noll  als Darsteller von Old Shatterhand und Jean-Marc Birkholz als Winnetou bleiben. Bösewicht Rolf Schauerte hingegen, der schon in diesem Jahr nicht mehr dabei war, hat sich von der Bühne zurückgezogen. Jochen Bludau selbst war in diesem Jahr noch einmal dabei, sieht sich im kommenden Jahr aber nicht mit einer aktiven Rolle. „Hinter der Bühne und in der Regie ist genug zu tun“, sagt er. Von einem endgültigen Abschied spricht er jedoch nicht: „Noch bin ich gesund. Mal sehen, was dann kommt.“
Ein Artikel von Kerstin Sauer

Bildergalerie: Riesen-Erfolg: 214.000 Besucher sehen „Winnetou I“