Nachrichten Kultur
Lennestadt, 06. November 2016

100 Akteure bei „Das macht die Berliner Luft“

Operette thematisiert Leben von Paul Lincke

Insgesamt waren etwa 100 Helfer und Akteure in die Aufführung involviert.
Insgesamt waren etwa 100 Helfer und Akteure in die Aufführung involviert.
Fotos: Nils Dinkel
Altenhundem. Eher klassisch ging es an drei Abenden im Foyer des Gymnasiums der Stadt Lennestadt (GymSL) in Altenhundem zu. Dort fanden am Freitag, 4. November, sowie am Samstag, 5. November, insgesamt zwei Aufführungen der Operette „Das macht die Berliner Luft“ mit Liedern von Paul Lincke statt. Die letzte Performance wird am Sonntag, 6. November, ab 18 Uhr dargeboten. Insgesamt waren 40 Akteure auf der Bühne aktiv, 30 weitere zeichneten für die musikalische Begleitung verantwortlich.

„Heute erschwingt Berliner Luft“, sprach Konrektor Hubertus Schulze und fügte hinzu, dass es sich um eine hauseigene Bearbeitung der Vorlage handelte. Buch und Idee stammten nämlich von Christa-Maria Jürgens, die gleichzeitig auch die Regie übernahm. „Das Besondere daran ist, dass es in dieser Form eine Welturaufführung ist“, erklärte Schulze. Es sei mittlerweile Tradition am GymSL, Stücke in Zusammenarbeit mit der Musikschule und der jungen Philharmonie aufzuführen. Außerdem zeigte sich der Konrektor zufrieden mit der Resonanz. Drei Stunden dauerte die Vorstellung, in der die bunt kostümierten Akteure vor einer aufwändig gestalteten Kulisse auftraten. Als Instrumente kamen unter anderem Klavier, Violinen sowie Blasinstrumente zum Einsatz. Dabei setzten sich die talentierten Schauspieler und Musiker hohe Ansprüche.

Die Operette zog das Publikum, das sich aus allen Altersklassen zusammensetzte, sofort in ihren Bann. Immer wieder gab es Szenenapplaus. Zu den Musikstücken zählten neben der „Eurovisionsfanfare“ auch weihnachtliche Kompositionen  wie „Oh Tannenbaum“ sowie „Stille Nacht, heilige Nacht“. Anlass: Der 150. GeburtstagDas Stück erzählt vom Leben Paul Linckes und wurde anlässlich dessen 150. Geburtstages aufgeführt. Lincke wurde 1866 in Berlin geboren. Er war Komponist und Theaterkapellmeister. Zu seinen Operetten zählen unter anderem „Frau Luna“ und „Im Reiche des Indra“, die beide im Jahre 1899 uraufgeführt wurden. Paul Lincke starb 1946 in Clausthal-Zellerfeld.
Ein Artikel von Nils Dinkel

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