Nachrichten Kultur
Lennestadt, 06. Oktober 2016

Torsten Patt will Jammertals Traditionskneipe aufrechterhalten

Neuer Pächter bringt frischen Wind in Gasthof „Zur Forelle“

Die Forelle wurde in den 1950er Jahren eröffnet. Am 1. Oktober nahm Torsten Patt seine Arbeit als neuer Pächter auf.
Die Forelle wurde in den 1950er Jahren eröffnet. Am 1. Oktober nahm Torsten Patt seine Arbeit als neuer Pächter auf.
Fotos: Nils Dinkel
Altenhundem. Seit Jahrzehnten ist der Gasthof „Zur Forelle“ ein fester Bestandteil des Altenhundemer Jammertals – und das soll auch künftig so bleiben: Denn Torsten Patt eröffnete die Kneipe an der Rübergerbrücke erstmals als neuer Pächter am Samstagabend, 1. Oktober. Der ehemalige Inhaber schloss die Forelle zum 1. September.

Wochenlange Umbaumaßnahmen gingen dem voraus: Einen Monat lang war die Gaststätte geschlossen. So brachten Torsten Patt und viele fleißige Helfer alles auf Vordermann, putzen und wienerten. Türrahmen, Böden, Fenster oder auch die Außenbeleuchtung: Alles brachten sie auf Hochglanz. So auch den Thekenbereich. Eine dezente Led-Beleuchtung kann die Theke jetzt verschiedenfarbig in Szene setzen. Aber auch im Gastraum bauten die Helfer eine komplett neue Beleuchtungsanlage ein und verlegten neue Elektronik. Die Toiletten und Waschbecken wurden genauso erneuert wie der Wandaufstrich.
Die Forelle am Eröffnungstag.

„Warum ich das mache ist eine rein emotionale Geschichte. Ich wollte nicht, dass eine Kneipe, die ich von klein auf kenne, das gleiche Schicksale wie andere Traditionskneipen, beispielsweise wie die von Schneider-Bickmann, erleidet und verschwindet“, sagte Patt. Ursprünglich hätte er nach einer Suche nach einer Räumlichkeit für sein Unternehmen gesucht. „Dann hat sich das so entwickelt. Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich damit kein Geld verdiene“ so der neue Pächter. Es sei eine Herzensangelegenheit. "Forelle" als Location zum Feiern Immer wieder war Improvisation gefordert. Mal fehlte Equipment, dann die helfenden Hände. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen wurde Patt immer wieder von Freunden unterstützt. Gekocht wird in der „Forelle“ allerdings nicht mehr. Die Küche rissen die Helfer heraus. Verhungern müssen die Gäste aber nicht. Der Wirt bietet neben Frikadellen auch Pfefferbeißer an. Die Forelle steht ab sofort zur Vermietung zur Verfügung. So können Interessierte ab sofort Geburtstage, Beerdigungscafés oder auch Hochzeitsfeiern im Jammertal stattfinden lassen.
Torsten Patt zapft das erste Pils in seiner Kneipe.
„Familie Wirth hat mir an vielen Stellen geholfen und ist mir auch entgegen gekommen. Sonst wäre das Ganze so nicht möglich gewesen“, sagte der Neu-Gastronom. Seine Idee wurde von Freunden und Verwandten verschieden aufgefasst: „Viele halten mich für bekloppt. Es ist echt spannend wie sich der Freundeskreis dazu verhält. Der Zickenhügel (Anm. d. Red.: so wird die Straße genannt an der Patt wohnhaft ist) war schon sehr aktiv hier“, sagte er.Erfolgreiche Eröffnungsfeier
Die Eröffnung lief für den neuen Inhaber erfolgreich. Zahlreiche Jammertaler und weitere Altenhundemer feierten bis in die Nacht hinein. Neben einem Grillstand mit Pavillon im Außenbereich waren Bier und Softdrinks zum Sonderpreis von einem Euro erhältlich. Auch der ein oder andere hiesige „Kettenfett“ ging über die Theke. Der Gasthof „Zur Forelle“ öffnet dienstags und freitags ab 18 Uhr. Neben der Kneipe betreibt Patt in den Räumlichkeiten außerdem sein Unternehmen „OptiMüll“. 
Ein Artikel von Nils Dinkel

Bildergalerie: Neuer Pächter bringt frischen Wind in Gasthof „Zur Forelle“