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Lennestadt, Lennestadt-Meggen, 3. August 2016

Heimatverein: Neues Sachtleben-Buch füllt sich aus jahrelanger Beilagensammlung

Mitarbeiter und Soziales im Mittelpunkt

Hermann Dörnemann, 2. Vorsitzender des Heimatvereins Meggen (links), und Archivar Klaus Hellermann präsentieren ein Exemplar des Buches.
Hermann Dörnemann, 2. Vorsitzender des Heimatvereins Meggen (links), und Archivar Klaus Hellermann präsentieren ein Exemplar des Buches.
Foto: Nils Dinkel
Der Heimatverein Meggen hat jetzt das Buch „Sachtleben – Beilage zu Heim und Werk von 1952 – 1958“ herausgebracht. Das Werk thematisiert im Kern das soziale Umfeld der Menschen, die in dem Bergwerk gearbeitet haben, und soll eine Lücke schließen: So sind unter anderem Jubilare oder Nachrufe verstorbener Mitarbeiter in der einstigen Beilage des Bergwerk-Riesen aufgeführt. Die erste Auflage beträgt 400 Exemplare.

Viel ist bereits in der Vergangenheit über den Bergbau in Meggen geschrieben worden. Zumeist seien Technik und Abbaumethoden untertage die beherrschenden Themen gewesen. Mit dem vom Heimatverein herausgebrachten Buch soll nun eine Lücke geschlossen werden, denn das Buch basiert auf einem für die Region historischen Fund: Der ehemalige Bergmann Lothar Gierth fand im Keller seines Großvaters Walter Gierth Beilagen der Firma Sachtleben. Durch einen "immensen Einsatz" der Buchdruckerei Nübold, erklären Hermann Dörnemann, 2. Vorsitzender des Heimatvereins Meggen, und Archivar Klaus Hellermann, konnte aus den Originalen aus den fünfziger Jahren, dessen Qualität doch erheblich unter dem Zahn der Zeit genagt hatte, nun ein Buch erstellt werden.
Das neu erschienene Sachtleben-Buch geht weniger auf den Betrieb und mehr auf die sozialen Belange der Mitarbeiter ein. Auch viele Fotos aus der Blütezeit in den 50er Jahren finden sich darin wieder.
Der Arbeitgeberverband des Kreises Olpe versandte mit der Zeitschrift „Heim und Werk“ Informationen an die Arbeitnehmer in Betrieben der Region. Von April 1952 bis September 1958 erschien von der Firma Sachtleben eine hausinterne Beilage, die in die Zeitschrift eingefügt wurde. Diese erschien bis 1955 monatlich, danach in unregelmäßigen Abständen. Insgesamt 50 dieser Beilagen sind im Buch „Sachtleben – Beilage zu Heim und Werk von 1952 – 1958“ reproduziert worden.

Darin thematisiert werden unter anderem Knappenfeste, Betriebsratssitzungen, Knappenprüfungen, Berichte über Flotation, Bohrschmiede, Lehrwerkstatt und Zentralwerkstatt. Damit konnten auch Außenstehende Einblicke in die verschiedenen Bereiche des Bergwerks Sachtleben erlangen. Viele Familien können in diesen Buch Namen und Bilder ihrer Angehörigen wiederfinden. In Rubriken wie „Aus der Belegschaft“ und „Aus der Familienchronik“ finden sich Informationen zu Jubilaren, Beförderungen, Hochzeiten oder Geburten in der Belegschaft wieder. Auch Nachrufe verunglückter oder verstorbener Bergleute finden sich in der Beilage wieder, auf dessen Grundlage das Buch basiert. Laut Heimatverein war Sachtleben nicht nur in Meggen von wichtiger Bedeutung. „Ein Buch, das über Meggen hinaus auch den dem Bergbau verbundenen Bewohnern der Nachbarorte unterhaltsame Lektüre bietet“, heißt es im Vorwort des Drucks. (LP)
Das Buch ist an folgenden Verkaufsstellen erhältlich:
- Geschäftsstellen Sparkasse ALK (Meggen und Elspe)
- Volksbank Meggen
- „Ich Will Meyer Mode“ Altenhundem
- St. Bartholomäus-Fest am Sonntag, 28. August, an der Pfarrkirche
- Caritas-Basar am Sonntag, 20. November, im Pfarrheim Meggen
- Hermann Dörnemann, 2. Vorsitzender des Heimatvereins (Telefon: 02721/ 80348)
- Klaus Kellermann, Archivar (Telefon: 02721/ 605325)

LokalPlus verlost ein Sachtleben-Buch
In Kooperation mit dem Heimatverein Meggen verlost LokalPlus ein Exemplar des neuen Sachtleben-Buchs. Folgende Frage gilt es zu beantworten: Wann erschien das erste Exemplar der internen Beilage in der Zeitschrift „Heim und Werk“?

Die Antwort ist an "lennestadtl@lokalplus.nrw" zu senden. Einsendeschluss ist Mittwoch, 10. August, um 18 Uhr. Der Gewinner wird unter allen Einsendungen ausgelost und benachrichtigt.

Bildergalerie: Mitarbeiter und Soziales im Mittelpunkt