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Lennestadt, 04. Februar 2017

Benefizkonzert: Spende über mehr als 7000 Euro für polnisches Unfallopfer

Lennestadt und Otwock feiern 25-jährige Städtepartnerschaft

Der Vizepräsident der Stadt Otwock, Piotr Stefanski (rechts), überreicht Bürgermeister Stefan Hundt zum Bestehen der 25-jährigen Städtepartnerschaft eine Uhr als Geschenk.
Der Vizepräsident der Stadt Otwock, Piotr Stefanski (rechts), überreicht Bürgermeister Stefan Hundt zum Bestehen der 25-jährigen Städtepartnerschaft eine Uhr als Geschenk.
Foto: Christine Schmidt
Grevenbrück. Zwei besondere polnische Staatsgäste hat Bürgermeister Stefan Hundt im Rahmen des Benefitskonzerts, „Hat dich die Liebe berührt“ am Freitagabend, 3. Februar, begrüßen können: Vizekonsul Przemyslam Gembiak und den Vizepräsidenten der Stadt Otwok, Piotr Stefanski. Musikalisch unterhalten wurden die rund 100 Gäste im KulturBahnhof von der Sopranistin Anna Pehlken und dem Pianisten Stefan Irmer.

Zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft begrüßte Bürgermeister Hundt neben den polnischen Gästen - Vizekonsul Przemyslam Gembiak war als Vertretung für Generalkonsul Jan Sobczak eingesprungen - die Lennestädter Bürgermeister und Stadtdirektoren, die im vergangenen Vierteljahrhundert im Amt gewesen waren.

Am 30. Oktober 1992 war der Vertrag für die Städtepartnerschaft zwischen Lennestadt und Otwock unterzeichnet worden. „Seitdem ist diese Freundschaft ständig gewachsen“, sagte Hundt. Er wünsche sich auch für die Zukunft „eine so tolle Partnerschaft“ zwischen den beiden Städten. Hundt begrüßte alle Anwesenden, die damals zu dieser Realisierung beigetragen hatten, und dankte ihnen gleichzeitig. Innige Freundschaft soll auch in Zukunft bestehen bleiben Auf eine weitere „ruhige und liebevolle“ Zusammenarbeit hofft auch Piotr Stefanski. Die Geschichte müsse weiter gepflegt werden und Erfahrungen müssten an die Kinder weiter getragen werden, sagte der Vizepräsident der Stadt Otwock. Als Zeichen, dass diese innige Freundschaft auch in Zukunft bestehen bleiben soll, überreichte Stefanski Bürgermeister Hundt eine Uhr mit den Wappen der beiden Städte.

Auch Hundt hatte ein Geschenk als Zeichen der deutsch-polnischen Freundschaft parat: Vizekonsul Przemyslam Gembiak durfte sich im goldenen Buch der Stadt Lennestadt verewigen. Außerdem überreichten sich beide Kommunen Urkunden, die die 25-jährige Städtepartnerschaft besiegeln. Bürgermeister Hundt erklärte, dass diese Urkunden eine Botschaft senden sollten: Wenn man bereits 25 Jahre so erlebt habe, könne die Partnerschaft auch genauso fortgesetzt werden. Anlass des Konzerts im KulturBahnhof war neben dem Jubiläum das Schicksal eines 14-jährigen Jungen aus Otwok. Dieser hatte bei einem Zugunfall beide Beine verloren. Der Arbeitskreis zur Städtepartnerschaft und die Fußballjugend  der Stadt Lennestadt hatten vor diesem Hintergrund bereits im vergangenen Jahr die Initiative ergriffen und Spendengelder für den Jungen gesammelt. Stefan Hundt freute sich, im Rahmen des Benefizkonzerts Cedric Schneider und Lothar Witwer vom SSV Elspe begrüßen zu dürfen. Die Fußballer überreichten auch im Namen der anderen Vereine einen Scheck in Höhe von 1600 Euro an den Vizepräsidenten Piotr Stefanski.

Dieser freute sich sichtlich über die hohe Summe: „Von Herzen ein ganz großes Dankeschön.“ Stefanski berichtete, dass der 14-Jährige mittlerweile schon künstliche Prothesen trage und auf dem Laufband bereits eine ordentliche Strecke zurücklegen könne. Allerdings sei der Junge noch in der Wachstumsphase, sodass die Prothesen noch einige Male ausgetauscht werden müssen. Um dem Jungen das Laufen weiterhin zu ermöglichen, konnte Bürgermeister Hundt eine Sachspende zur Rehabilitationsmaßnahme und weitere Spenden von Einzelpersonen verkünden: Einen Spendenscheck in Höhe von 5500 Euro überreichte Hundt an Stadtpräsident Stefanski, der seine Dankbarkeit kaum in Worte fassen konnte.

Neben der Spendenübergabe stand der Abend ganz im Zeichen der Musik. Sopranistin Anna Pehlken und Pianist Stefan Irmer gaben polnische Volkslieder, russische Romanzen sowie spätromantische Klavierlieder zu ihrem Besten. Unter anderem präsentierten sie Stücke von großen Künstlern wie  Sergej Rachmaninov, Frédéric Chopin und John Field.
Ein Artikel von Christine Schmidt

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