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Lennestadt, Lennestadt-Elspe, 25. Juni 2016

"Im Tal des Todes": Rund 4.000 Zuschauer feiern mit Winnetou und Old Shatterhand Premiere

Feucht fröhliche Eröffnung der Karl-May-Festspiele

Karl-May-Festspiele eröffnet
Fotos: Michelle Kalaz
Die erste Vorstellung des neuen Karl-May Stücks sorgte am Samstagnachmittag, 25. Juni, für prall gefüllt Ränge in der Freilicht-Arena des Elspe-Festivals. Trotz Regen und für die Jahreszeit doch sehr kühlen Temperaturen, ließen sich ca. 4.000 Zuschauer das Spektakel um das Quecksilberbergwerk und den ausbrechenden Vulkan nicht entgehen.

"Eigentlich könnten wir uns wieder einmal bei den Apachen blicken lassen." - "Eigentlich.. hast Du Recht." So verabschiedeten sich Winnetou und sein Blutsbruder Old Shatterhand von der Bühne, nachdem sie das Böse einmal mehr in die ewigen Jagdgründe geschickt hatten.

Die Handlung: An der Grenze zu Mexiko treiben der Gangster "Leflor" uns seine Banditen-Bande ihr verbrecherisches Unwesen. Sie überfallen Weiße sowie Indianer mit Schießereien und Rangeleien und verschleppen diese in ihr Quecksilberbergwerk. Das lassen Winnetou und Old Shatterhand natürlich nicht zu. Mit Colt und Speer kämpfen die beiden wieder an der Seite der Guten. Nach einer wilden Vefolgungsjagd und einigen halsbrecherischen Kämpfen, gelingt es den beiden, die Bösewichte zu überwältigen und die Gefangenen zu befreien. Ein gigantischer Vulkanausbruch sorgt schließlich für das Ende der Gangster.

Dem regnerischen Wetter zum Trotz standen ca. 60 Darsteller auf der Freilicht-Bühne, um das diesjährige Stück "Im Tal des Todes" vorzustellen. Doch selbst das viele Wasser konnte den Flammen der gewaltigen Explosionen und vor allem dem Highlight, dem Vulkanausbruch, am Ende nichts anhaben. Stetig ging ein bewunderndes Raunen, gefolgt von Applaus, durch die Menge, nachdem etwas durch die Luft flog oder explodierte. 21 Techniker und Helfer sorgten hinter der Bühne für einen reibungslosen Ablauf des Programms.
Sir David Lindsay sollte gehängt werden. Winnetou und Old Shatterhand griffen jedoch rechtzeitig ein.
Als heimlicher Publikumsliebling erwies sich Lord David Windsay (Detlef Heydorn), der sich wieder einmal furchtlos zwischen den Fronten bewegte, ohne jemals seinen archäologischen Auftrag aus den Augen zu verlieren. Der Engländer sorgte mit seiner sorglosen Art und seinem englischen Akzent immer wieder für Lacher und erntete am Ende der Vorstellung den meisten Applaus.

Die wettertechnischen Unannehmlichkeiten sah man weder Schauspielern, noch Publikum an. Während die Zuschauer unter dem Dach einen trockenen Platz hatten, mussten sich die Darsteller durchnässt über die Bühne kämpfen. Aus diesem Grund standen Winnetou und Co. nach ihrem Auftritt leider nicht wie gewohnt in Westernkluft im Saloon, um mit den Zuschauern zu plaudern. Diese zeigten jedoch Verständnis für die kleine Änderung der Garderobe.
Ein Artikel von Michelle Kalaz

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