Nachrichten Kultur
Lennestadt, 30. November 2019

Simon Dworaczek inszeniert „Furor“

Ehemaliger Lennestädter lebt und liebt das Theater

Simon Dworaczek ist freier Regisseur. Sein halbes Leben hat er darauf hingearbeitet.
Simon Dworaczek ist freier Regisseur. Sein halbes Leben hat er darauf hingearbeitet.
Foto: Andrea Peller
Ingolstadt/Salzburg/Altenhundem. Simon Dworaczek lebt und liebt die Bühne. Er hat sein Hobby, zu dem er bereits in früher Kindheit gefunden hat, zum Beruf gemacht. Der ehemalige Altenhundemer studierte Regie am Wiener Max-Reinhardt-Seminar. Jetzt feierte Dworaczek im Stadttheater Ingolstadt die Premiere des von ihm inszenierten Theaterstücks „Furor“ – und beendete damit seine Aufgabe.

Denn: „Mit der Generalprobe ist meine eigentliche Arbeit erledigt. Ab jetzt wird das Projekt von der Regieassistentin weiter betreut. Natürlich habe ich mir die Premiere angeschaut und aufmerksam die Reaktionen des Publikums verfolgt“, erzählt Simon Dworaczek im Gespräch mit LokalPlus.

Schon mit 13 Jahren wusste der heute 26-Jährige und mittlerweile in Salzburg ansässige Simon Dworaczek, wohin sein beruflicher Weg führen soll. Er gründete und leitete eine Theater-AG am GymSL und wirkte hier jahrelang mit. „Ich habe mein halbes Leben darauf hingearbeit“, so der ehemalige Lennestädter. Erstes Stück entsteht in der HeimatBereits im Jugendalter schrieb er sein erstes eigenes Theaterstück. Was damals ein Provisorium in einem freien Raum war – als Schauspieler wirkten Freunde mit – ist heute professionell. Was ihn beflügelte: Dworaczek stottert. Allerdings nicht, wenn er auf der Bühne steht. Sein Weg führte ans Apollo-Theater in Siegen, wo der ehemalige Altenhundemer ein Praktikum absolvierte. Sein Berufswunsch verstärkte sich dadurch. Er lernte die Theaterwelt und die Menschen drum herum näher kennen.
Zu seiner Leidenschaft, dem Theater fand Simon Dworaczek am Gymnasium der Stadt Lennestadt.
Und so folgte nach dem Abitur von 2013 bis 2018 ein Studium am Max Reinhardt Seminar Wien im Bereich Schauspielregie. Dieses schloss er 2018 als Magister Artium ab. Heute ist er freischaffender Regisseur und arbeitet nach Auftrag. Für das Stadttheater Ingolstadt inszenierte er nun das Stück „Furor“ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz.

Für seine Karriere konnte er einige positive Dinge aus dem Sauerland mitnehmen. „Ich bin Sauerländer durch und durch. Meine ganze Bodenständigkeit, meine ganze Art im Umgang mit Menschen, das Gemeinschaftsgefühl: Das sind alles Eigenschaften, die mir in meiner Heimat mit auf den Weg gegeben worden sind“, sagt der Jung-Regisseur. Das Sauerland prägt ihnNoch heute komme der Schultheater-Gedanke bei ihm auf. „Ich versuche alle miteinzubinden und Dinge gemeinschaftlich zu erarbeiten“, erzählt Dworaczek. Natürlich seien nach wie vor Begriffe wie „Woll“ und „Wech“ bei ihm präsent. „In einem von Sprache geprägtem Beruf wissen alle sofort, woher man kommt“, sagt der 26-Jährige lachend.

Zahlreiche Stücke hat er in den vergangenen Jahren geschrieben. Dworaczek freut sich, dass ihm als Jung-Regisseur eine Chance gegeben wird: „Ich bin da stolz drauf. Es ist toll, dass es Theater gibt, die mir die Möglichkeit geben, mich weiterzuentwickeln. Es ist schön, dass die Nachfrage da ist, aber es kommt auch nicht von irgendwo. Es hat sehr viel mit Disziplin zu tun“, so der 26-Jährige. Bescheidenes Leben in SalzburgGemeinsam mit seiner Freundin wohnt Dworaczek seit mehreren Jahren gemeinsam. Zunächst für fünf Jahre in Wien und seit einem Jahr in einer kleinen Wohnung in Salzburg. Seine Freizeit verbringt er ebenfalls mit einer Art Kunst: Er spielt Saxophon und Gitarre. Zu seinen weiteren Hobbys zählen Reiten – das Paar hat gemeinsam ein Pferd – und Fitness. Noch heute ist er sehr heimatverbunden und besucht regelmäßig seine Familie.
Simon Dworaczek mit Familie und Freunden beim Bergbeats-Festival an der Hohen Bracht.
„Ich versuche mindestens einmal jährlich für eine Woche nach Hause zu kommen“, sagt der 26-Jährige. Seine Freunde seien, wie er, auf der ganzen Welt verstreut. Zwischen Afrika, London, Schottland und natürlich Kirchhundem und Lennestadt.
Die Handlung:
Das Polit-Drama von Lutz Hübner und Sarah Nemitz feierte am Freitagabend, 29. November, im Stadttheater Ingolstadt Premiere. „Furor“ handelt von Radikalisierung. Es thematisiert einen Oberbürgermeister, dessen Wiederwahl plötzlich auf dem Spiel steht: Er überfährt – ohne jegliche Schuld – einen Drogenjunkie und läuft in der Hochphase des Wahlkampfes Gefahr, schlechte Presse einzufahren.

„Er versucht alles, damit sein Ruf nicht geschädigt wird und signalisiert, der Mutter des Jungen helfen zu wollen. Während das „Opfer“ wohl sein Leben lang an den Rollstuhl gefesselt bleiben wird, versucht der Neffe des Verunfallten aus der Situation Profit zu schlagen“, beschreibt er das Stück weiter.
Ein Artikel von Nils Dinkel

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