Nachrichten Kultur
Lennestadt, 02. Oktober 2017

AG „es TUT sich WAS“ beginnt neunte Staffel der Filmreihe Weltsichten 

Dokumentarfilm „Deportation Class“ im Lichtspielhaus Altenhundem

Dokumentarfilm „Deportation Class“ im Lichtspielhaus Lennestadt
Symbolfoto: Nils Dinkel
Altenhundem. Die AG „es TUT sich WAS“ beginnt am Montag, 9. Oktober, ihre  neunte Staffel der Filmreihe Weltsichten mit dem Dokumentarfilm „Deportation Class“ von Carsten Rau und Hauke Wendler. Der Film läuft um 20 Uhr im Lichtspielhaus Lennestadt.

Was macht ein Land zu einem „sicheren Herkunftsland“, in das Asylsuchende aus Deutschland abgeschoben werden dürfen, wie etwa Albanien? Vor kurzer Zeit galt diese Kategorie für das Balkanland keineswegs. Was bedeutet aber „Abschiebung“ konkret? Der Film „Deportation Class“ zeigt das am Beispiel zweier albanischer Familien. Er macht deutlich, wie die Amtssprache das Unmenschliche des Handelns verdeckt, wenn die Rede ist von „aufenthaltsbeendenden Maßnahmen“. Zwei albanische Familien im Blickpunkt „Deportation Class“ ist ein sachlicher Dokumentarfilm. Carsten Rau und Hauke Wendler schildern die Abschiebungs-Serie in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2016 am Beispiel zweier albanischer Familien. Die Behördenvertreter beschreiben ihre Arbeit. Im Gegenschnitt dann die Statements der Abgeschobenen. Carsten Rau und Hauke Wendler besuchen nach der Abschiebung in Albanien schließlich noch Gezims Familie, deren Traum von einem besseren Leben in Deutschland zerplatzt ist.

Der Eintritt zu diesem Film ist wie immer frei, Spenden werden gerne entgegen genommen.
(LP)

Bildergalerie: Dokumentarfilm „Deportation Class“ im Lichtspielhaus Altenhundem