Nachrichten Kultur
Lennestadt, 01. Februar 2020

Ausgepokert

Charity-Poker-Turnier in Altenhundem findet nicht mehr statt

440 Teilnehmer spielten 2019 in der Sauerlandhalle für den guten Zweck. Es sollte die letzte Poker-Spielrunde gewesen sein.
440 Teilnehmer spielten 2019 in der Sauerlandhalle für den guten Zweck. Es sollte die letzte Poker-Spielrunde gewesen sein.
Foto: Nils Dinkel
Altenhundem. Das Charity-Poker-Turnier in Altenhundem (CPT-LA) ist weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Jahr für Jahr trafen sich hier Szene-Promis und Hobbyspieler, um für den guten Zweck zu zocken. Doch dieses Jahr findet das Turnier, bei dem in acht Jahren fast 70.000 Euro für den guten Zweck zusammen kamen, nicht mehr statt. Die Gründe sind vielseitig und auch etwas traurig.

Von 2012 bis 2019 haben in der Sauerlandhalle Altenhundem bis zu 500 Spieler, teilweise sogar an zwei Tagen, für den guten Zweck und um attraktive Sachpreise gespielt. Zahlreiche Prominente, etwa Jan Heitmann aus Olpe, unterstützten das Turnier, das im beliebten Modus „Texas Hold’em“ gespielt wurde, und zeigten vor Ort Präsenz.

Doch die an ein solches Charity-Turnier geknüpften Bedingungen würden immer schwerer, so die Initiatoren in einem Facebook-Statement. Die gesetzlichen Auflagen seien verschärft worden, die Hotelkosten für die Unterbringung der Promis immer teurer geworden. Außerdem rechne sich der enorme Aufwand nicht mehr. Man habe zwar wieder fast 8.000 Euro gespendet, die Summe habe aber nicht aus dem Turnier resultiert, sondern in einem Online-Pool zusammengekommen. Enormer Organisations-Aufwand Besonders schmerzlich sei gewesen, dass die erreichte Spendensumme zunehmend hinterfragt worden sei. Zur endgültigen Entscheidung habe auch beigetragen, dass der zeitliche Aufwand, von der eigentlichen Veranstaltung abgesehen, immer größer geworden sei.

All dies seien Gründe gewesen, das Turnier 2020 nicht mehr stattfinden zu lassen. Besonders bedauern die Organisatoren, dass „wir die zwei hervorragenden Organisationen Frauen helfen Frauen und Strahlemännchen bei ihrer wichtigen Arbeit nicht mehr unterstützen können“, teilen Tobias Walkenbach, Alexander Hufnagel, Ralf Naporra und Sinan Muslu mit.

Szene-Promi Thomas Lamatsch kommentierte bei Facebook das Aus folgendermaßen: „Ich finde es sehr sehr schade, aber ich verstehe und weiß auch, was dahinter steckt, ein solches Event auf die Beine zu stellen und durchzuführen!! Top Leistung, seid stolz darauf und sagt niemals nie! Alles Gute weiterhin.“
Ein Artikel von Nils Dinkel

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