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Kreis Olpe, 24. Februar 2018

Pilot-Projekt für Kommunen der Leader-Region

Planungen zum LenneKulturTag laufen auf Hochtouren

Kultur erlebbar machen beim LenneKulturTag
Foto: privat
Kreis Olpe. Ein Tag im Zeichen der Kultur – seit anderthalb Jahren planen Silke Erdmann, Regionalmanagerin der Leader-Region Lenneschiene, und Susanne Thomas vom Servicebüro Kulturregion Südwestfalen, den LenneKulturTag. Künstler und Vereine aus sieben Städten und Kommunen entlang der Lenne, darunter auch Finnentrop und Lennestadt, wollen sich daran beteiligen. Am Samstag, 24. Februar, fand ein Treffen der Kulturschaffenden in Werdohl statt, um den derzeitigen Stand der Planungen zu erfahren und Programmpunkte zu planen.

„Die Aufgabe des Servicebüros Kulturregion Südwestfalen ist es, die Kulturschaffenden der Region miteinander zu vernetzen. Im Zuge meiner Arbeit habe ich mich mit Silke Erdmann von der Leader-Region zusammengefunden, weil wir beide das gemeinsame Ziel verfolgen, die Kultur entlang der Lenne weiter auszubauen und sichtbar zu machen“, erklärt Susanne Thomas.

„Wir haben mit vielen Künstlern gesprochen und der allgemeine Tenor war, dass sich alle Kontakte wünschen über die kommunalen Grenzen hinaus. Es gibt so viele tolle Künstler und Vereine bei uns, aber sie könnten mehr Publikum gebrauchen. Die Außenwirkung ist verbesserungswürdig“, ergänzt Silke Erdmann.
Um hier Abhilfe zu schaffen, begannen beide damit ein Pilot-Projekt zu planen - das erste Großprojekt von mehreren Kommunen in der Leader-Region. Sieben Städte und Kommunen entlang der Lenneschiene beteiligen sich daran: Iserlohn, Nachrodt, Altena, Werdohl, Plettenberg, Finnentrop und Lennestadt. Für den LenneKulturTag holte man auch Lennestadt ins Boot, obwohl die Kommune eigentlich nicht zur Leader-Region gehört. Erstes Großprojekt der Leader-Region Lenneschiene„Es soll ein Tag werden für alle Kulturschaffenden, die entlang der Lenneschiene leben und arbeiten“, so Silke Erdmann. So können Künstler aus den Bereichen Musik, Film, Tanz, Gesang, Schauspiel, Poetry Slam, Literatur, Graffiti, Bildende Kunst und Kunstgewerbe am Samstag, 29. September, ihr Können unter Beweis stellen und neue Kontakte knüpfen.

„Wir wollen die Kulturszene im Lennetal erlebbar machen“, so Susanne Thomas. „Davon hat nicht nur das Publikum etwas, sondern auch die Künstler selbst: sie können neue Partner für kommende Projekte kennenlernen und sich untereinander vernetzen“.

Bei einem großen Treffen in Werdohl stellten Nikolas Leitgeb von „Sound of Centuries“ und Iris Kannenberg von „Kannenberg Design und Kommunikation“, die Inhaber und Geschäftsführer der beiden mit den Vorplanungen beauftragten Agenturen den bisherigen Planungsstand vor. Flashmobs in Zügen und BahnhöfenUm die Menschen auf den LenneKulturTag aufmerksam zu machen, sollen im Vorfeld Flashmobs an den Bahnhöfen der teilnehmenden Kommunen stattfinden. Auch in den Zügen der Abellio wird es Aktionen geben. „Man könnte in den Zügen malen und Gemälde aufhängen. Die können die Menschen dann mitnehmen oder sich an den Aktionen beteiligen“, so die Idee des Plenums.

Zusätzlich zu den noch konkret zu planenden Auftritten der Künstler wird es Workshops geben, bei denen das Publikum selbst aktiv werden kann. Bei Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu Themen wie Gema, Finanzierung, Marketing, Nachwuchsgewinnung oder Gründung von Vereinen, können auch die Künstler viel dazulernen.Leader trägt 65 % der KostenWie teuer der LenneKulturTag werden wird, können die Organisatoren erst beurteilen, wenn konkrete Programmpunkte und Aktionen festgelegt wurden. Fest steht allerdings schon, dass Leader 65 % der Gesamtkosten übernehmen wird. Weitere 25 % sollen durch Spenden, Sponsoren und Crowdfunding gedeckt werden. „Die restlichen 10 % werden wir auf die Kommunen verteilen müssen“, erklärte Silke Erdmann.

An welchem Ort der LenneKulturTag am Samstag, 29. September stattfinden wird, steht noch nicht fest. „Wir haben bereits Locations ins Auge gefasst. Jetzt hängt es davon ab, wie viele Künstler und Vereine sich mit konkreten Vorschlägen bei uns melden und beteiligen möchten. Wenn das Programm feststeht, können wir einen Ort festlegen“, so die Organisatoren.

In Arbeitskreisen werden sich die Künstler und Vereine in den nächsten Wochen daran machen Programmpunkte und Projekte zu planen, die am LenneKulturTag umgesetzt werden sollen.
Beteiligung noch möglich

Wer sich am LenneKulturTag beteiligen möchte, kann sich bei Nikolas Leitgeb per Mail an kulturtag@soundofcenturies.de melden. Auch die Nina Klauke von der Gemeinde Finnentrop und Martin Steinberg, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Lennestadt, stehen wir Fragen zur Verfügung.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

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