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Kreis Olpe, 22. Januar 2017

Seit 200 Jahren eine Einheit

Festkonzert eröffnete das Jubiläumsjahr zum Bestehen des Kreises Olpe

Festkonzert eröffnete das Jubiläumsjahr zum Bestehen des Kreises Olpe
Fotos: Stefan Krüger
Olpe. Mit Beethoven, Brahms und Mendelssohn-Bartholdy ist das Jubiläumsjahr des Kreises Olpe am Sonntag, 22. Januar, musikalisch eröffnet worden. Das Festkonzert der Philharmonie Südwestfalen in der Stadthalle Olpe eröffnete Landrat Frank Beckehoff mit einer kurzen Rede.

„Es ist wahrlich ein schöner und froher Anlass, der uns heute hier zusammengeführt hat. Vergangenen Montag jährte sich zum 200. Mal der Gründungstag des Kreises Olpe“, sagte der Landrat vor dem Konzert und erinnerte an den historischen Hintergrund der Entstehung des Kreises: Mit einer königlichen Kabinettorder wurde der Regierungsbezirk Arnsberg am 16. Januar 1817 in 13 landrätliche Kreise aufgeteilt. Die Justizämter Attendorn, Bilstein und Olpe bildeten damals zunächst den „Bilsteiner Kreis“, ehe dieser am 1. Januar 1819, nach der Verlagerung des Verwaltungssitzes von Bilstein nach Olpe, in den Kreis Olpe umbenannt wurde.

Beckehoff zitierte in seiner Rede aus einer Bekanntmachung des ersten Landrats Caspar Freusberg und scherzte anschließend darüber, dass Freusberg darin zwar ein offenes Ohr für die Belange der Bewohner des Kreises ankündigte, aber auch nicht ohne guten Grund belästigt und gestört werden wolle. „Das waren noch Zeiten. Böse Zungen behaupten, es hätte sich bis zum heutigen Tage nichts geändert“, sagte Beckenhoff selbstironisch unter dem Schmunzeln der Konzertbesucher in der vollbesetzen Stadthalle und zog anschließend ein positives Fazit über die Entwicklung des Kreises.

„Der Kreis Olpe stellt eine seit zwei Jahrhunderten landschaftlich und kulturell gewachsene Einheit dar – klein aber fein. Wirtschaftliche Stärke, sowie hohe Wohn- und Lebensqualität sind heute Markenzeichen unseres Kreises und darauf können wir stolz sein“, sagte Beckehoff, ehe er zum musikalischen Teil des Abends überleitete: „Ich bin froh, dass sich die Philharmonie Südwestfalen bereit erklärt hat, den musikalischen Auftakt des Jubiläumsjahres zu spielen.“ Von Beethoven über Mendelsohn-Bartholdy bis BrahmsDas Orchester unter der Leitung des spanischen Dirigenten Carlos Dominguez-Nieto und der Violin-Solistin Liya Petrova aus Bulgarien verwöhnte die Konzertbesucher anschließend mit klassischen Klängen. Es wurde Ludwig van Beethovens Ouvertüre zu „König Stephan“ Es-Dur op. 117 aus dem Jahr 1811 vorgetragen. Ebenso stand Felix Mendelsohn-Bartholdys Violinkonzert e-Moll op. 64 aus dem Jahr 1844 auf dem Programm, welche bekannt dafür ist, dass es gleich mit der Solovioline und ohne richtiges Orchestervorspiel beginnt. Abschließend spielte die Philharmonie Südwestfalen Johannes Brahms 2. Sinfonie D-Dur op. 73, welche dieser 1877 während eines Urlaubs am Wörthersee geschrieben haben soll. Am 10. Juni wird das 200-jährige Jubiläum des Kreises auch mit einer großen Geburtstagsparty rund um das Kreishaus in Olpe gefeiert.
Ein Artikel von Stefan Krüger

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