Nachrichten Kultur
Kreis Olpe, 21. Februar 2018

Kulturlandschaft lesen und verstehen / Wanderungen mit historischem Kartenmaterial

Dritte Offene Heimat-Werkstatt im Kreis Olpe

Die Wallfahrtskirche auf dem Kohlhaben in den 1950er-Jahren.
Die Wallfahrtskirche auf dem Kohlhaben in den 1950er-Jahren.
Foto: Gemeindearchiv Kirchhundem
Kreis Olpe. Der Kreisheimatbund Olpe bietet gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Kommunalarchi­vare und der Volkshochschule des Kreises Olpe die dritte Offene Heimat-Werkstatt an. Sie lenkt den Blick auf den Wandel der Kulturlandschaft. Interessierte aus dem gesamten Kreisgebiet sind eingeladen.

Was erzählt uns die Landschaft über das Leben und Wirtschaften unserer Vorfahren? Wo finden wir Spuren im Gelände? Wie erkennen wir sie? Wie können wir sie erfassen und dokumentieren?

Nach einer Einführung im Gebäude der Volkshochschule in Olpe am Freitagabend, 23. März, geht es am Samstag, 24. März, ganztägig in das östliche Kreisgebiet „rund um den Kohlhagen“. Entwicklungsprozesse im Gelände Martin Vormberg, Gemeindearchivar von Kirchhundem, und Wolfgang Poguntkte, der das Gebiet seit langem archäologisch erforscht, machen anhand von zahlreichen Objekten wie historischen und modernen Wegen, Meilerplätzen und Bergbaurelikten Entwicklungsprozesse im Gelände nachvollziehbar. Mit historischen Bildern und Karten veranschaulichen Antonius Klein und Dr. Roswitha Kirsch-Stracke den Landschaftswandel als Folge von land- und forstwirtschaftlichen Veränderungen und Siedlungsentwicklungen.

Die Wanderstrecke entlang von zahlreichen historischen Kulturlandschaftselementen beträgt insgesamt etwa 2,5 Kilometer. Interessierte aus dem südlichen und westlichen Kreisteil können bei der Einführungsveranstaltung am Tag zuvor Mitfahrgelegenheiten zum Kohlhagen verabreden. Gemeinsamer Austausch Zum Abschluss der zwei Werkstatt-Tage werden mit den Teilnehmenden Anleitungen für weitere Arbeiten im eigenen Wohnumfeld erarbeitet. Der Austausch über diese Ergeb­nisse findet vier Wochen später, am Samstag, 14. April, statt.

Zahlreiche Interessierte haben im Frühjahr 2016 und 2017 an den ersten beiden „Offenen Heimat-Werkstätten“ teilgenommen. Die gute Resonanz motivierte die Anbieter zur Fortsetzung. Regionale Geschichte im Mittelpunkt Die Offene Heimat-Werkstatt bietet die Gelegenheit, Methoden und Hilfsmittel der Heimatarbeit kennen zu lernen. Im Rahmen moderner Erwachsenenbildung wird Interesse an regionaler Geschichte geweckt und vertieft. Die Teilnehmenden lernen unter fachkundiger Anleitung vorwiegend durch eigenes und gemeinschaftliches Tun.
Am Beispiel der Gegend „rund um den Kohlhagen“ wird in der dritten Offenen Heimat-Werkstatt dem Landschaftswandel nachgegangen (Ausschnitt aus der Preußische Uraufnahme, Blatt Kirchhundem, 1841).
In der ersten Heimat-Werkstatt gab es eine Einführung in den Gebrauch von Schriftquellen, in den Um­gang mit historischen Karten und in die Einordnung von historischen Gegenständen und Bildern. Die zweite Heimat-Werkstatt bot Anregungen zum strukturierten Sammeln, Ablegen und Verzeichnen von Fotografien, Textdokumenten und Gegenständen.

Weitere Infos und organisatorische Details zur dritten Offenen Heimat-Werkstatt finden sich auf der Internetseite des Kreisheimatbundes (siehe Link). Dort steht auch das offizielle Anmeldeformular zum Herunterladen bereit. Es ist an die VHS des Kreises Olpe zu senden.

Fragen werden auch an der Volkshochschule des Kreises Olpe beantwortet, Kurfürst-Heinrich-Straße 34, 57462 Olpe, Tel. 02761/923630, E-Mail: info@vhs-kreis-olpe.de. 
(LP)

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